Steuersenkung bringt wenig Ersparnis: Gastronomie kämpft weiter!

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Königs Wusterhausen reagiert auf die Mehrwertsteuersenkung: Stabilität der Preise trotz gestiegener Kosten in der Gastronomie 2026.

Königs Wusterhausen reagiert auf die Mehrwertsteuersenkung: Stabilität der Preise trotz gestiegener Kosten in der Gastronomie 2026.
Königs Wusterhausen reagiert auf die Mehrwertsteuersenkung: Stabilität der Preise trotz gestiegener Kosten in der Gastronomie 2026.

Steuersenkung bringt wenig Ersparnis: Gastronomie kämpft weiter!

Am 1. Januar 2026 trat die Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie von 19 % auf 7 % in Kraft. Diese Maßnahme wurde von vielen Gastronomen als überfällig angesehen und könnte eigentlich für Entlastung sorgen. Doch wie sieht die Realität in Königs Wusterhausen aus? Trotz dieser Steuersenkung bleibt die Preisentwicklung hier stabil, während Lebensmittelpreise, Energiekosten und Mieten weiterhin steigen. Das berichtet die Seite moz.de.

Die Gastronomie ist in einer schwierigen Lage. Gastronomen setzen verstärkt auf Catering und Lieferdienste, um ihre Umsätze zu steigern. Stjepan Grgić, Kellner in der Osteria Foria, merkt an, dass die Steuersenkung kaum Einfluss auf die Preise hat, da andere Kosten wie die für Schweinenackensteaks, die von 2,50 Euro auf 10 Euro stiegen, stark belastend wirken. Zudem erheben Plattformen wie Lieferando bis zu 35 % Provision, was die Gewinnmarge weiter schmälert.

Die Steuersenkung: Ein zweischneidiges Schwert

Gastronomen blicken trotz der Steuersenkung optimistisch ins Jahr 2026. Laut BR.de erwarten 86,3 % der Betriebe positive Effekte auf ihre betriebswirtschaftliche Situation. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützt die Maßnahme aufgrund gestiegener Kosten in der Branche, während Kritiker von Linken und Grünen sie als wirtschaftlich unsinnige Steuergeschenke brandmarken. Gregor Lemke, Wirt des „Augustiner Klosterwirt“, stellt fest, dass niedrigere Preise auf der Speisekarte nicht zu erwarten sind. Vielmehr zielt man darauf ab, Preiserhöhungen zu vermeiden.

Doch nicht alle sehen die Steuersenkung als hilfreiche Maßnahme. Sebastian Gellrich, Besitzer des Sophien-Stübchens, bemängelt, dass die Mehrwertsteuer auf Getränke bei 19 % bleibt. Er plant, seine Speisekarte klein und übersichtlich zu halten und nutzt digitale Tools für Online-Reservierungen und Bestellungen, um seinen Service zu optimieren. Gellrich setzt zudem auf alternative Einnahmequellen wie Lieferdienste und die App „Too good to go“.

Die Zahlen sprechen für sich

Im Gewerbeamt von Königs Wusterhausen waren zum 31. Dezember 2025 insgesamt 98 gastronomische Einrichtungen registriert. Im Jahr 2025 gab es zwar 16 Neuanmeldungen, jedoch auch 10 Abmeldungen, was die Herausforderungen der Branche verdeutlicht.

Die Gewerkschaft NGG ist skeptisch und erwartet keine sinkenden Preise, sondern vielmehr eine Verbesserung der Gewinnmargen bei Fastfoodketten. Dies wird durch die Dehoga-Umfrage aus Juli 2025 unterstützt, die zeigt, dass nur 51,6 % der Betriebe positive Effekte auf das Preis-Leistungs-Verhältnis für Gäste sehen. Wäre die Steuersenkung tatsächlich ein Allheilmittel, stünden die Gastronomen jetzt besser da – trotzdem heißt es für viele, kreativ bleiben und sich den neuen Gegebenheiten anpassen.