Neuer Behindertenbeirat in Oberspreewald-Lausitz: Barrieren brechen!
Der neu gegründete Behindertenbeirat in Lauchhammer startet mit dem Ziel, Barrieren abzubauen und die Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu fördern. Erfahren Sie mehr über die konstituierende Sitzung und die nächsten Schritte.

Neuer Behindertenbeirat in Oberspreewald-Lausitz: Barrieren brechen!
Der neu gegründete Behindertenbeirat im Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat am Anfang 2026 offiziell seine Arbeit aufgenommen. Ziel dieses wichtigen Gremiums ist es, Barrieren abzubauen, die Teilhabe zu stärken und die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, wie Radio Cottbus berichtet.
Die konstituierende Sitzung fand im Mehrgenerationenhaus in Lauchhammer statt, wo Mitglieder des Beirates und Vertreter der Kreisverwaltung zusammenkamen. Zentrale Themen der Sitzung waren die Einführung in die Arbeitsweise des Beirates, die Besprechung der Satzung, aktuelle Themen der Kreisverwaltung sowie organisatorische Absprachen. Auch die nächste Sitzungstermine wurden festgelegt. Besonders erfreulich: Mike Büttner aus Schwarzbach wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, unterstützt von seinen Stellvertretern Martin Große aus Lauchhammer und Anna Bresching aus Lübbenau/Spreewald.
Ein Beirat für die Teilhabe
Mit 14 ehrenamtlichen Mitgliedern, von denen viele selbst mit einer Behinderung leben, versteht sich der Beirat als beratendes Gremium und Interessenvertretung gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Ziel ist die Sichtbarmachung von Hindernissen sowie die Förderung einer gleichberechtigten Teilhabe, um langfristige Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen zu erreichen. Es handelt sich hierbei um den ersten Behindertenbeirat auf Kreisebene in der Region.
Die Sitzungen sind öffentlich, sodass interessierte Bürger Hinweise, Anregungen und Anliegen einbringen können. Der Kontakt kann über die Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte der Kreisverwaltung erfolgen.
Bundesweite Initiativen zur Barrierefreiheit
Die Gründung des Behindertenbeirates erfolgt in einem Kontext, in dem die Bundesregierung verstärkt dem Abbau von Barrieren nachgeht. Im November 2022 wurde ein Kabinettsbeschluss zur Barrierefreiheit als ressort- und ebenenübergreifende Aufgabe gefasst, wie BMAS weiter ausführt. Das Ziel dieser Bundesinitiative ist es, Menschen mit Behinderungen zu ihrem Recht auf uneingeschränkte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu verhelfen.
Seit dem Start der Initiative wurden zahlreiche Maßnahmen im Bereich Barrierefreiheit umgesetzt, und die Verpflichtung zur Beseitigung von Barrieren bleibt sowohl für die Bundesregierung als auch für Länder und Kommunen bestehen. Diese Initiative ist zeitlich unbefristet und arbeitet ebenenübergreifend, was die Chancen auf eine umfassende Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen erheblich steigert.