Emma Listl triumphiert in Strausberg: Titelverteidigung nach Verletzung!
Emma Listl vom TSV Abensberg sichert sich den Titel beim U21-Bundessichtungsturnier in Strausberg nach verletzungsbedingter Auszeit.

Emma Listl triumphiert in Strausberg: Titelverteidigung nach Verletzung!
In einer bemerkenswerten Leistung hat die 19-jährige Emma Listl vom TSV Abensberg das Bundessichtungsturnier der weiblichen U21 im brandenburgischen Strausberg für sich entschieden. In der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm konnte sie ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen und zeigt damit eindrucksvoll, dass sie nach einer langen Verletzungspause wieder voll im Rennen ist. Udo Quellmalz, der Bundestrainer der weiblichen U21, war selbst vor Ort und durfte ihr bemerkenswertes Comeback feiern.
Die Wettkämpfe waren alles andere als ein Spaziergang; die Konkurrenz war stark und gefürchtet. Emma musste sich in fünf Kämpfen beweisen, in denen sie stets ihr Bestes gab. Ihre Auftaktbegegnung gegen die Brandenburgerin Livia Bartz endete jedoch unerwartet negativ für die Abensbergerin, die diesen ersten Kampf als „Fehlstart“ bezeichnete. Doch dieser Rückschlag blieb nicht lange hängen: Emma kämpfte sich in die Vorrunde zurück und besiegte die nächsten beiden Gegnerinnen mit Bravour.
Weg zum Titel
Im Halbfinale traf Emma auf Leya Winter, ebenfalls vom BJV, die sie bezwingen konnte und somit das Finale erreichte. Dort stand sie erneut der bereits bekannten Livia Bartz gegenüber. Doch diesmal zeigte Emma, was in ihr steckt. Mit einem schnellen Festhalter sicherte sie sich den verdienten Titel. Malou Lehmann und Leya Winter belegten die Plätze drei und rundeten damit ein starkes Teilnehmerfeld ab.
Die weiteren Highlights des Turniers konnten sich ebenfalls sehen lassen. Das Starterfeld war international besetzt, darunter Kämpferinnen aus der Türkei, Brasilien, Südkorea und vielen anderen Ländern, wodurch das Niveau hoch war. Emma Listl ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und bewies, dass sie mit Zuversicht und Technik jeden Gegner besiegen kann. Sie hat sich in der letzten Zeit stetig verbessert und trifft nun in einem Jahr auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz von 13 gewonnenen von 29 Kämpfen, was einer Quote von 44,8% entspricht, davon 57,1% im letzten Jahr, wie der Statistikdienst Judo Inside berichtet.
Persönliche Entwicklung und Zukunft
Doch Emma ist nicht nur im Judo eine Erscheinung. Neben ihrem sportlichen Engagement absolviert sie eine Ausbildung zur Polizistin im Rahmen der Spitzensportförderung der Bayerischen Polizei. Zudem hat sie ein persönliches Beurteilungsschema für ihre sportlichen Fortschritte entwickelt. Ihren jüngsten Titel in Strausberg hat sie nach eigenen Angaben mit einer maximalen Bewertung gemeistert und sich somit eine hervorragende Grundlage für zukünftige Erfolge gelegt.
Trainer Manuel Scheibel vom TSV Abensberg äußerte sich positiv über Emmas Rückkehr zur Wettkampfstärke und kann stolz auf die Entwicklung seiner Schülerin zurückblicken. Auch ihre harte Arbeit und der unermüdliche Wille, nicht aufzugeben, zeigen sich jetzt in ihren Erfolgen auf der Matte. Emma Listl ist auf dem besten Weg, sich einen Platz unter den besten Judokas Deutschlands zu sichern und ihre sportliche Karriere weiter auszubauen.