Baustelle Pritzwalker Straße: Dauerhafte Probleme mit dem Baugrund!
Wittstock/Dosse: Bau der Pritzwalker Straße verzögert sich wegen Baugrundproblemen. Lösungen und Auswirkungen auf Anwohner erläutert.

Baustelle Pritzwalker Straße: Dauerhafte Probleme mit dem Baugrund!
In Wittstock an der Pritzwalker Straße geht es drunter und drüber: Der Straßenbau zieht sich länger als gedacht. Die Ursache? Besondere Herausforderungen im Baugrund, da fast zwei Meter dicke Torf- und Lehmschichten die Tragfähigkeit und Stabilität gefährden. Diese Gegebenheiten können leicht zu Setzungen und Rissen führen, was die Planung ordentlich durcheinanderbringt. Laut maz-online.de waren die Schwierigkeiten bei den vorherigen Untersuchungen nicht erkennbar.
Um die Stabilität der neuen Straße zu gewährleisten, setzen die Verantwortlichen auf spezielle Techniken. Das bedeutet unter anderem eine 20 cm dicke hydraulisch gebundene Tragschicht mit Zement und eine verstärkte Asphalttragschicht. Aufgrund der umfangreichen Laborarbeiten wird es allerdings zu Verzögerungen im Bauablauf kommen. Um den Zeitverlust etwas auszugleichen, startete man im November mit dem zweiten Bauabschnitt, wo bereits die Entwässerung und die Schmutzwasserleitung fertiggestellt wurden.
Restarbeiten und Verkehrsregelung
Im ersten Bauabschnitt stehen nun nur noch Restarbeiten im Gehwegbereich an. Die 3,5 cm dicke Asphaltdeckschicht soll in der ersten Märzhälfte 2026 aufgebracht werden. Erst dann kann der Verkehr wieder fließen, und wann genau die Freigabe für den Fahrzeugverkehr erfolgt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die beiden Bauabschnitte gleichzeitig für den Verkehr freigegeben werden, was die Situation für die Anwohner etwas entspannen könnte.
Die Pritzwalker Straße wird im Zuge der Baumaßnahmen über einen 450 Meter langen Abschnitt von 8,3 auf 7,5 Meter schmaler. Um die Sicherheit der Radfahrer zu gewährleisten, wird die Fahrbahn für den Fahrzeugverkehr 4,5 Meter breit sein und Radfahrschutzstreifen erhalten. Verantwortlich für die Planung und Bauüberwachung der Baustelle ist die Ingenieursgesellschaft für Erschließungs- und Anlagenplanung (IGEA) aus Berlin.
Auswirkungen auf die Anwohner
Die Baustelle hat spürbare Auswirkungen auf die Anwohner, insbesondere auf die Physiotherapie-Praxis von Liane Reppenhagen. Ihre Patienten müssen momentan Trampelpfade auf der Baustelle nutzen, um zu ihr zu gelangen. Für jene, die mit dem Auto kommen, bleibt oft nur die Möglichkeit, ihr Fahrzeug am Polizeirevier oder am Bahnhof abzustellen. Dr. Muntzos & Schaefer Beratende Geologen GmbH, ein Ingenieurbüro, unterstützt Bauherren und Unternehmen mit umfassenden Gutachten und Beratungen, um solche Probleme zu minimieren. Ihre Expertise reicht von Baugrund- und Gründungsgutachten bis zu Umwelt- und Bauschadensgutachten.
Zusätzlich ist auf iwu-ev.de zu erfahren, dass eine fundierte Baugrunduntersuchung unter ingenieurtechnischen Aspekten für die Erstellung von stabilen Bauwerken unerlässlich ist. In Wittstock ist für die Anwohner nun Geduld gefragt, während die Bauarbeiten voranschreiten und die Stadtteile sich auf die Ergebnisse leisten dürfen, die die Infrastruktur nachhaltig verbessern.