Potsdam erklärt: Geflügelpest im Rückzug – Hühner dürfen raus!
Potsdam hebt Beschränkungen wegen Geflügelpest auf. Stabile Seuchenlage, keine neuen Infektionen bei Geflügel oder Wildvögeln.

Potsdam erklärt: Geflügelpest im Rückzug – Hühner dürfen raus!
In Potsdam gibt es Grund zur Erleichterung: Die Stadt hebt die Allgemeinverfügungen zur Geflügelpest auf. Diese Mitteilung kam am Donnerstag von der Stadtverwaltung. Der Grund für diese Entscheidung ist die stabile und teilweise sogar rückläufige Seuchenlage. Seit dem 19. November 2025 wurden im Stadtgebiet keine infizierten Tiere mehr festgestellt, weder bei Wildvögeln noch in Geflügelhaltungen. Auch die Untersuchungen in der Schutz- und Überwachungszone haben keinerlei Hinweise auf Infektionen ergeben, sodass die geltenden Verfügungen, darunter die Stallpflicht und diverse Veranstaltungsverbote, ihre Grundlage verlieren.
Nicht nur in Potsdam, sondern auch im Havelland wurden die Restriktionszonen aufgehoben. Das Veterinäramt mahnt jedoch zur Vorsicht und ruft Geflügelhalter dazu auf, ihre Tiere sicher in überdachten Volieren zu halten. Ein Merkblatt zur Geflügelpest ist auf der Internetseite der Stadt verfügbar, damit die Bürger:innen gut informiert sind.
Ein trauriger Anblick
Auf der Freundschaftsinsel und in angrenzenden Gebieten wurden vermehrt tote Kormorane festgestellt. Diese Meldungen kamen nicht nur von den zuständigen Stellen, sondern erreichten auch die sozialen Medien. Die Kormorane versammeln sich an eisfreien Stellen der Havel, vor allem während der Frosttage. Tote Kormorane wurden im Landeslabor Berlin-Brandenburg auf das Virus untersucht, jedoch gab es keinen Nachweis der Geflügelpest. Die zahlreichen toten Vögel sind offenbar verhungert, da sie nicht genügend Futter, insbesondere Fische, finden konnten.
Diese Situation hat auch zu Spannungen zwischen Angelsportlern und Naturschützern geführt. Letztere kritisieren die geforderten Maßnahmen des Landesanglerverbands Brandenburg, der vor Überfischung warnt und ein aktives Bestandsmanagement der Kormoranpopulation fordert. Naturschützer hingegen sehen in den Forderungen der Angler einen unverhältnismäßigen Umgang mit der Natur.
Biosicherheit bleibt oberstes Gebot
Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig eine ständige Beobachtung und vorsichtige Handhabung der Biosicherheit ist. Die Gesundheitsbehörden empfehlen, engen Kontakt zwischen Geflügelhaltungen zu vermeiden und unnötige Risiken zu minimieren. Die Geflügelhalter sind gut beraten, wachsam zu bleiben und die Hinweise der Fachleute zu befolgen.
Für weitere Informationen zur Geflügelpest und BIOSicherheit besuchen Sie die Seiten des Tagesspiegels und der DLG.