Messerangriff in Casekow: Mann wegen Schuldunfähigkeit in Psychiatrie!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am
Impressum · Kontakt · Redaktionskodex

Am 21.07.2025 entschied das Landgericht Neuruppin über die Unterbringung eines Mannes in Psychiatrie nach tödlichem Messerangriff.

Am 21.07.2025 entschied das Landgericht Neuruppin über die Unterbringung eines Mannes in Psychiatrie nach tödlichem Messerangriff.
Am 21.07.2025 entschied das Landgericht Neuruppin über die Unterbringung eines Mannes in Psychiatrie nach tödlichem Messerangriff.

Messerangriff in Casekow: Mann wegen Schuldunfähigkeit in Psychiatrie!

Am 21. Juli 2025 hat das Landgericht Neuruppin entschieden, dass ein 28-jähriger Mann nach einem tragischen Messerangriff im Januar in Casekow dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Hinter dieser Entscheidung steht eine komplexe und tragische Geschichte von Liebe, Gewalt und psychischen Problemen.

Der Beschuldigte wurde als schuldunfähig eingestuft, was auf eine paranoide schizophrene Erkrankung zurückgeführt wird. Diese Einschätzung machte es notwendig, ihn nicht zu bestrafen, sondern ihm die angemessene psychiatrische Behandlung zukommen zu lassen. Angeklagt war er wegen zweifachen Totschlags, versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Bei der Tat stach er zunächst auf seine 19-jährige Exfreundin ein, nachdem diese sich am Abend zuvor von ihm getrennt hatte. Diese überlebte schwer verletzt, während ihr 16-jähriger Bruder und die 26-jährige Lebensgefährtin ihres Vaters am Tatort starben. Das Gericht blickte auf die grausamen Taten zurück, während die Staatsanwaltschaft die Unterbringung in einer Psychiatrie forderte, ein Antrag, der nun realisiert wurde. RBB24 berichtet, dass …

Der Gerichtstag und die Urteilsfindung

Der Prozess begann ruhig, ohne dass der Angeklagte selbst sprach; vielmehr ließ er über seinen Verteidiger seine Schuld eingestehen. In den Augen des Gerichts war die Schuldunfähigkeit klar, und so fiel das Urteil bereits am zweiten Prozesstag. Die Ermittlungen ergaben, dass der Beschuldigte in der Zeit vor der Tat Stimmen hörte und das Gefühl hatte, eine zweite Persönlichkeit zu besitzen. Ein Bruder des Mannes schilderte, dass dieser häufig Medikamente einnahm und auch vorübergehend in therapeutischer Behandlung war. Doch die unklare Medikamenteneinnahme bleibt ein düsteres Kapitel der Geschichte, das zu den tragischen Taten führte, die die kleine Gemeinde in Uckermark erschütterten. Tagesspiegel berichtet, dass …

Der Prozess und die Urteilsverkündung haben die lokale Gemeinschaft zutiefst betroffen gemacht. Nach der brutalen Tat entschloss sich der Beschuldigte, seinem Leben ein Ende zu setzen, indem er sich mit einem Messer selbst verletzte und aus einem Fenster sprang, was zu einer Querschnittsverletzung führte. Seitdem ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Diese Fülle von tragischen Umständen bleibt in den Köpfen der Menschen in der Region — und sie berührt die Frage nach der Verantwortung in Fällen psychischer Erkrankungen.

Die Folgen für die Betroffenen

Der Zustand des 28-Jährigen wird regelmäßig überprüft, um zu klären, ob er noch eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt. Das Gericht stellte klar, dass die Verfahrenskosten von ihm zu tragen sind, was in Anbetracht seiner aktuellen Situation eine weitere Belastung darstellt. Der Fall wirft nicht nur Fragen zur psychischen Gesundheit auf, sondern auch zur Sicherheit in der Gemeinschaft und der Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Eine tragische Episode, die sich in den beschaulichen Straßen von Casekow zugetragen hat, wird in den Erinnerungen der Anwohner weiterleben. Es bleibt zu hoffen, dass der 28-Jährige die notwendige Hilfe erhält und solch gewalttätige Ausbrüche in Zukunft verhindert werden können.