Naturspektakel am Dranser See: Hunderte Singschwäne im Gesang!
Erleben Sie das beeindruckende Naturspektakel am Dranser See bei Wittstock, wo Hunderte Singschwäne und Wildgänse ihre Nächte verbringen.

Naturspektakel am Dranser See: Hunderte Singschwäne im Gesang!
Auf dem Dranser See bei Wittstock, einem malerischen Ort in Brandenburg, versammeln sich seit Weihnachten Hunderte von Singschwänen und Wildgänsen zu einem beeindruckenden Naturspektakel. Jeden Abend beleben diese prachtvollen Vögel die Umgebung, während sie ihre Schlafplätze einnehmen und dabei ein markantes Konzert an Tönen entlocken. Diese eindrucksvolle Beobachtung lässt sich am besten vom Naturcampingplatz Blanschen in Schweinrich aus genießen. Während die Sonne untergeht, entfaltet sich ein Schauspiel, das Naturfreunde und Vogelbeobachter in seinen Bann zieht. Nach einem nächtlichen Ruhetag fliegen die Singschwäne und Wildgänse am nächsten Morgen gegen 8 Uhr wieder davon, um sich auf die Suche nach Futterquellen zu begeben.
Die Singschwäne (Cygnus cygnus) sind für ihr reinweißes Gefieder und den auffälligen gelb-schwarzen Schnabel bekannt. Im Unterschied zum Höckerschwan haben sie einen geraden Hals und ihre Schnabelpartie ist anders gestaltet, was die Identifizierung erleichtert. Diese eleganten Zugvögel sind in ganz Europa verbreitet und ziehen in den Wintermonaten oft in die milderen Regionen Mitteleuropas, um den harten Wintern in ihren Brutgebieten in Nordeuropa und Sibirien zu entkommen. Ihr Gesang, ein tiefes, nasales Rufen, ist nicht nur markant, sondern auch ein Zeichen ihrer geselligen Natur außerhalb der Brutzeit.
Lebensraum und Ernährung der Singschwäne
In der Überwinterung ernähren sich Singschwäne hauptsächlich von Wasserpflanzen, Gräsern und Getreide. Diese Nahrungsaufnahme findet vor allem in Flachwassergebieten, Tundra und Hochmooren statt. Ihre Brutgebiete liegen vor allem in der osteuropäischen und sibirischen Taiga, während sie während der Wintermonate in Küstengebieten sowie im Landesinneren anzutreffen sind. Die Singschwäne zeichnen sich zudem durch eine große Flügelspannweite von bis zu 235 cm aus, was ihnen bei ihren langen Winterflügen zugutekommt.
Besonders spannend ist, dass unter den versammelten Singschwänen auf dem Dranser See auch einige Zwergschwäne gesichtet wurden. Diese Tiere sind in der Region eher selten und haben ihre Brutgebiete in Nordrussland und Sibirien. Der Anblick dieser seltenen Gäste bereichert das Beobachtungserlebnis umso mehr und lockt viele Naturbegeisterte an.
Über den Singschwan
Der Singschwan gehört zur Familie der Entenvögel (Anatidae) und erreicht eine Größe von etwa 160 cm. In Deutschland und vielen anderen Ländern ist der Höckerschwan der bekannteste Vertreter seiner Art, doch der Singschwan hat zunehmend an Beliebtheit gewonnen. In den letzten Jahren wurden immer wieder steigende Bestände verzeichnet, was sich in der Brutpopulation in Deutschland widerspiegelt. Im Jahr 2005 zählten Experten nur 21 Brutpaare, doch in den letzten Jahren hat sich der Bestand erfreulicherweise erhöht.
Wenn die Brutzeit zwischen April und Juni beginnt, legen die Weibchen in der Regel 4 bis 7 Eier, die etwa 36 Tage lang bebrütet werden. Die Küken sind Nestflüchter und folgen direkt nach dem Schlüpfen ihrer Mutter. In der Natur können Singschwäne bis zu 10 Jahre alt werden, in Gefangenschaft sogar noch länger.
Diese beeindruckenden Vögel sind nicht nur eine Freude für Naturbeobachter, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems in ihren Lebensräumen. Der Anblick der Singschwäne und Wildgänse auf dem Dranser See ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Wunder der Natur, welches es auf jeden Fall wert ist, erlebt zu werden. Das Spektakel wird noch einige Zeit anhalten, da die Singschwäne in der Regel erst im Februar in ihre Brutgebiete aufbrechen.
Für weitere Informationen zu den Singschwänen und ihrem Lebensraum, verweisen wir auf die Berichterstattung von maz-online.de, die interessanten Details von brodowski-fotografie.de und umfassende Informationen auf wikipedia.de.