Züge für die Zukunft: Leipziger Bahnverkehr im Fokus der Nachhaltigkeit
Entdecken Sie die aktuellen Entwicklungen im Bahnverkehr in Leipzig Schönefeld, einschließlich neuer Investitionen und Umweltschutzmaßnahmen.

Züge für die Zukunft: Leipziger Bahnverkehr im Fokus der Nachhaltigkeit
In den vergangenen Tagen gab es viel Verkehr auf den Gleisen rund um Leipzig. Am 13. Januar 2026 rollten zahlreiche Züge durch die Region, wobei das Highlight eine interessante Kombination von Triebwagen und Lokomotiven war. So sind unter anderem der Geithainer 641 027 und 641 036 als Lt-G 91073 von Leipzig Liebertwolkwitz nach Leipzig Hauptbahnhof unterwegs gewesen, während der MRB RE 6 mit VT 347 und VT 325 zwischen Leipzig Hbf und Chemnitz Hbf pendelte. Solche Betriebsamkeit ist nicht nur für Eisenbahnfans ein Fest, sondern zeigt auch den Bedeutungsschub, den der Schienenverkehr in den letzten Jahren erlebt hat. Wie lok-report.de berichtet, war auch am 14. Januar die HVLE V 330.4 auf Tour, gefolgt von einer Vielzahl anderer Züge in den darauffolgenden Tagen.
Doch was steckt hinter diesem Trend? Der Klimawandel hat die Bahn als umweltfreundliches Verkehrsmittel in den Fokus gerückt. Es liegt auf der Hand: Eine Verlagerung von Personen- und Gütertransporten auf die Schienen könnte die CO₂-Emissionen erheblich reduzieren. Dies zeigt auch eine Analyse von Statista, die den steigenden Anteils der Schiene am Verkehrsaufkommen belegt. Vor der Corona-Krise war die Anzahl der beförderten Passagiere und Güter bereits auf dem Vormarsch, und die Bundesregierung hat Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Mobilität beschlossen. Dazu zählen unter anderem die Senkung der Mehrwertsteuer für den Bahnfernverkehr und eine Erhöhung der Flugsteuer.
Investitionen in die Schieneninfrastruktur
Die Bundesregierung hat angekündigt, deutlich höhere Investitionen in den Schienenverkehr zu tätigen. Das ist auch dringend notwendig, denn der Investitionsstau im deutschen Schienennetz ist erheblich. Im Vergleich zu Ländern wie der Schweiz und Österreich sind die Pro-Kopf-Investitionen in die Schieneninfrastruktur in Deutschland relativ gering. Ob die aktuellen Maßnahmen ausreichen werden, um die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen, bleibt abzuwarten.
Am 15. Januar rollte die 1116 045 von Rail Cargo Hungaria mit dem Zug 27846 von Neudietendorf nach Leipzig Hbf, gefolgt von einer weiteren Vielfalt an Zügen, die bis zum 16. Januar in Leipzig Schönefeld eintrafen. Zu den bemerkenswerten Zügen gehörten auch internationale Verbindungen wie der PKP IC 370 073, der als KATERINA – BALTIC EXPRESS unterwegs war. Die Bahn zeigt sich hier nicht nur als nationales, sondern auch als internationales Verbindungselement.
Wie es weitergeht mit dem Schienenverkehr in Deutschland, bleibt spannend. Zwar zeigen die aktuellen Daten ein wachsendes Interesse an umweltfreundlichen Verkehrsmitteln, doch ob die notwendigen Investitionen und die Unterstützung der Politik rechtzeitig kommen, zählt zu den offenen Fragen der nächsten Jahre. Fakt ist: Die Schiene ist nach wie vor im Kommen und macht ein gutes Geschäft – nicht zuletzt dank der wachsenden Umweltbewusstseins der Bürger:innen.