Bernau tanzt am 14. Februar gegen Gewalt an Frauen – Jetzt mitmachen!
Bernau beteiligt sich am 14. Februar 2026 an "One Billion Rising" mit einem Protesttanz gegen Gewalt an Frauen auf dem Marktplatz.

Bernau tanzt am 14. Februar gegen Gewalt an Frauen – Jetzt mitmachen!
Am 14. Februar 2026 wird in Bernau ein besonderer Aktionstag zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen gefeiert. Jedes Jahr erinnert dieser internationale Tag an die Herausforderungen und Probleme, mit denen viele Frauen konfrontiert sind. Für diesen Anlass nimmt Bernau erstmals an der globalen Kampagne „One Billion Rising“ teil. Diese Initiative, die 2012 von der Autorin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde, hat das Ziel, weltweit ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen, und zwar in Form eines Protesttanzes an öffentlichen Orten. Laut barnim-aktuell.de wird die Tanzaktion auf dem Marktplatz in Bernau mit dem Kampagnensong „Ni una menos – Women on Fire“ um 10 Uhr für 15 Minuten stattfinden.
Was bedeutet „One Billion Rising“ konkret? Der Name ist eine alarmierende Statistik: Schätzungen zufolge erleben weltweit etwa eine Milliarde Frauen und Mädchen Gewalt. Bei der Tanzaktion sind nicht nur Einzelpersonen, sondern auch lokale Tanzvereine eingeladen, um ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen. Ein Tanzcoach wird die Teilnehmerinnen in die Choreografie einführen, und die Verantwortlichen hoffen auf eine hohe Beteiligung.
Ein Zeichen setzen gegen Femizide
Die gesamte Aktion wird nicht nur durch die Stadt Bernau unterstützt, sondern ist auch Teil des Beschlusses, den die Stadtverordnetenversammlung 2022 gefasst hat: „Bernau setzt ein Zeichen gegen Femizide“. Dieser Beschluss kam nicht von ungefähr, denn ein tragischer Vorfall aus dem Jahr 2020, bei dem eine Bernauerin von ihrem Ex-Mann ermordet wurde, hat das Thema Gewalt gegen Frauen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Fanny Behr, die Gleichstellungsbeauftragte von Bernau, hebt die Bedeutung der Sichtbarkeit für dieses Thema hervor.
Um zusätzliche Aufmerksamkeit zu schaffen, werden rund um den 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, weitere Maßnahmen geplant. Dazu gehören das Hissen von Flaggen auf dem Bahnhofsvorplatz sowie Informationsplakate in Damentoiletten. Im Neuen Rathaus steht außerdem eine Beratungsstelle bereit, die Informationen über Hilfsmöglichkeiten für betroffene Frauen bietet. Eine wichtige Anlaufstelle ist das Hilfetelefon unter der Notrufnummer 116 016.
Statistiken und Forderungen
Laut onebillionrising.de verfolgt die Kampagne zudem das Ziel, über die Ursachen und Folgen von Gewalt gegen Frauen aufzuklären. In Deutschland allein wurden 2023 etwa 360 Frauen Opfer tödlicher Gewalt, während die Mehrzahl der Täter männlich ist – ein bedenklicher Umstand, der klare Forderungen nach Präventionsarbeit aufwirft. Dazu zählen unter anderem Empathie-Trainings in Schulen, Schutzeinrichtungen für Frauen und der Abbau von Rollenklischees. Dies ist entscheidend, um patriarchale Gewalt endlich zu beenden.
Die Initiative „One Billion Rising“ mobilisiert weltweit Menschen, um gegen diese Gewalt zu protestieren. Über 159 Orte in Deutschland, darunter auch große Städte wie Berlin, München und Frankfurt, stehen auf der Liste der teilnehmenden Städte. Die Menschen sind eingeladen, in sozialen Medien zu vernetzen und ihre Solidarität zu zeigen.
In Bernau ist die Aktion Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben“, das die Gewaltprävention aktiv unterstützt und fördert. Auch die Ladies Night, ein Infotainmentabend für Frauen, wird weiterhin stattfinden und bietet eine Plattform für Aufklärung und Vernetzung.
Gemeinsam kann die Gesellschaft einen Unterschied machen. Lasst euch von der Botschaft des Tanzes anstecken und kommt am 14. Februar nach Bernau, um ein kraftvolles Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.