Schlachthof Perleberg geschlossen: Landwirte bangen um Zukunft!

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Perleberg erlebt durch die Schließung des Schlachthofs einen Wandel, der Landwirte vor neue Herausforderungen stellt. Der Tönnies-Standort in Weißenfels bleibt die einzige Option, während die Ermittlungen zur Afrikanischen Schweinepest andauern.

Perleberg erlebt durch die Schließung des Schlachthofs einen Wandel, der Landwirte vor neue Herausforderungen stellt. Der Tönnies-Standort in Weißenfels bleibt die einzige Option, während die Ermittlungen zur Afrikanischen Schweinepest andauern.
Perleberg erlebt durch die Schließung des Schlachthofs einen Wandel, der Landwirte vor neue Herausforderungen stellt. Der Tönnies-Standort in Weißenfels bleibt die einzige Option, während die Ermittlungen zur Afrikanischen Schweinepest andauern.

Schlachthof Perleberg geschlossen: Landwirte bangen um Zukunft!

Die Situation für Schweinehalter in Brandenburg und dem südlichen Mecklenburg-Vorpommern hat sich dramatisch verschärft. Der Schlachthof in Perleberg wird geschlossen, während die Landwirte nun gezwungen sind, ihre Tiere zu Tönnies nach Weißenfels oder zu Schlachtstätten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu transportieren. Diese längeren Wege bringen nicht nur höhere Kosten mit sich, sondern stehen auch im Konflikt mit den Bestrebungen für mehr Tierwohl. Das berichten die Kolleg:innen von Agrarheute.

Der Tönnies-Standort in Weißenfels ist in Ostdeutschland der einzige große Schweineschlachtof, was die Knappheit in der Region weiter verschärfen könnte. Das Bundeskartellamt hat bereits Bedenken geäußert und führt gegenwärtig Untersuchungen durch. Der Verdacht der Zusammenarbeit und Koordination unter den Wettbewerbern im Schlachtmarkt zeugt von den angespannten Verhältnissen in der Branche. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Vorgänge durch Durchsuchungen im Perleberger Schlachthof, die im Dezember stattfanden und von Beamten des Landeskriminalamts initiiert wurden.

Schweinepest sorgt für Unsicherheit

Ein weiterer Aspekt, der die Situation kompliziert macht, ist der Verdacht auf einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Tönnies-Schlachthof in Weißenfels. Laut der Bild wurde der Betrieb sofort vom Veterinäramt geschlossen, nachdem erste Anzeichen einer Infektion bei einem Zulieferer festgestellt wurden. Glücklicherweise besteht keine Gefahr für Menschen, aber für die Schweine ist die hoch ansteckende Krankheit meist tödlich und hat bereits die Anzahl betroffener Tiere auf etwa 150 erhöht.

Bereits vor dieser Schließung hatten positive Tests auf ASP in einem anderen Mastbetrieb in Rügen-Vorpommern die Alarmglocken läuten lassen. Die Schließung des Weißenfelser Schlachthofs könnte dazu führen, dass die Landwirte aus der Umgebung in weiterer Folge Schwierigkeiten haben, ihre Tiere zu vermarkten. Jegliche Weitergabe der geschlachteten Tiere und deren Produkte ist untersagt, und eine gründliche Desinfektion des Betriebs ist notwendig, bevor eine Wiedereröffnung in Betracht gezogen werden kann.

Auswirkungen auf die Branche

Die Auswirkungen der ASP spüren auch andere Region. In Hessen beispielsweise, wo sich die ASP ebenfalls ausbreitet, werden die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen an den verbliebenen Schlachthöfen verschärft. In Fulda, wo wöchentlich etwa 1000 Schweine geschlachtet werden, sind die Verantwortlichen um Schutzmaßnahmen besorgt. Dort sind besonders die Kontrollen auf landwirtschaftlichen Betrieben erhöht worden, um mögliche Ausbreitungen zu verhindern. Seit dem ersten ASP-Fall in Hessen im Juni 2024 wurden bereits Tausende von Hausschweinen getötet und Sperrzonen rund um die betroffenen Gebiete eingerichtet, was die Situation zusätzlich belastet, wie von der Fuldaer Zeitung berichtet wird.

Der Schlachthof-Krise ist also nicht nur ein lokales Problem; sie spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen die gesamte Branche in Deutschland konfrontiert ist. Während sich die Zentralisierung der Schlachtbetriebe fortsetzt, bleibt ungewiss, wie sich die Lage für die Schweinehalter auf lange Sicht entwickeln wird. Das Thema Tierwohl wird dabei immer drängender, und es bleibt zu hoffen, dass der hohe Druck auf die gesamte Branche endlich zu spürbaren Veränderungen führt.