Abfallgebühren in Oberhavel steigen: Kreistag beschließt Erhöhung!

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Der Kreistag Oberhavel beschloss am 3. Dezember 2025 eine Erhöhung der Abfallgebühren zum 1. Januar 2026.

Der Kreistag Oberhavel beschloss am 3. Dezember 2025 eine Erhöhung der Abfallgebühren zum 1. Januar 2026.
Der Kreistag Oberhavel beschloss am 3. Dezember 2025 eine Erhöhung der Abfallgebühren zum 1. Januar 2026.

Abfallgebühren in Oberhavel steigen: Kreistag beschließt Erhöhung!

Im Landkreis Oberhavel stehen Veränderungen an: Ab dem 1. Januar 2026 werden die Abfallgebühren angehoben. Am heutigen 3. Dezember stimmten die Kreistagsmitglieder der entsprechenden Verwaltungsvorlage mit klarer Mehrheit zu. Der Grundpreis für die Abfallentsorgung wird von 17,80 Euro auf 18,20 Euro steigen – das entspricht einer Erhöhung von 2,2 Prozent. Die Gebühr für die Leerung eines 120-Liter-Abfallbehälters wird von 5,60 Euro auf 5,90 Euro angehoben, was einem Plus von 5,4 Prozent entspricht. Auch die Preise für größere Behälter, wie etwa die 240-Liter- oder 1100-Liter-Behälter, werden ansteigen.

Die Auswirkungen dieser Preissteigerungen sind für viele Haushalte spürbar: Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt wird künftig 101,80 Euro statt 98,20 Euro zahlen müssen, was einem Anstieg von 3,7 Prozent entspricht. Bei einem Vier-Personen-Haushalt liegt der neue Preis bei 143,60 Euro, nachdem er vorher 138,40 Euro betrug (3,8 Prozent mehr). Während die Preise für die Biotonne stabil bleiben und weiter subventioniert werden, können Bürger sich freuen, dass Wertstoffe wie in der gelben Tonne, Papier in der blauen Tonne und Glas weiterhin gebührenfrei entsorgt werden können.

Neuer Modellversuch zur Sperrmüllentsorgung

Ein aufregendes Pilotprojekt steht ebenfalls bevor: Ab Jahresbeginn wird ein Modellversuch zur gebührenfreien Annahme von Sperrmüll an den Recyclinghöfen in Germendorf und Gransee gestartet. Dieser Versuch, der auf zwei Jahre befristet ist und bis zum 31. Dezember 2027 läuft, zielt darauf ab, illegale Abfallsammlungen zu verhindern und die Sperrmüllsammlung effizienter zu gestalten.

Doch nicht nur die Erhöhung der Abfallgebühren sorgt für Diskussionen. Die Einführung der CO2-Bepreisung, die ab dem 1. Januar 2024 für die Abfallverbrennung gilt, wirft ebenfalls Fragen auf. Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger haben mit Unsicherheiten bei den Entsorgungskosten für 2024 und die Folgejahre zu kämpfen. Entsorgungsunternehmen verlangen Anpassungen der vertraglich vereinbarten Leistungsentgelte, da sie in den nationalen Emissionshandel einbezogen werden. Diese Situation stellt die Verantwortlichen vor die Herausforderung, die künftigen Kosten realistisch zu prognostizieren, auch wenn Preisentwicklungen ungewiss bleiben. Da sind fundierte Prognosen gefragt, um Willkür zu vermeiden und Nachteile durch steigende Kosten auszugleichen, wie [GGSC] beschreibt.

  • Steigerungen bei verschiedenen Abfallarten:
  • Altreifen: 0,22 auf 0,23 Euro/kg (+4,5 %)
  • Altholz (nicht gefährlich): 0,07 auf 0,09 Euro/kg (+28,6 %)
  • Kunststoffe (keine Verpackungen): 0,09 auf 0,13 Euro/kg (+42 %)
  • Gartenabfälle: 0,7 auf 0,8 Euro/kg (+14,3 %)

Bei diesen Entwicklungen wird klar, dass Bürger im Landkreis Oberhavel nicht nur auf die steigenden Gebühren einstellen müssen, sondern auch ein gewisses Maß an Anpassungsfähigkeit an die sich verändernden Rahmenbedingungen eingefordert wird. So bleibt abzuwarten, wie sich die Situation rund um die Abfallwirtschaft weiter entwickeln wird. Mehr Informationen dazu sind auch im Detail auf [iwu-ev.de] und [GGSC] zu finden.