
Am 1. April 2025 zieht der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) eine gemischte Bilanz zu den ersten 100 Tagen von Hanka Mittelstädt (SPD) als Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Ihr Krisenmanagement wird positiv bewertet, während in verschiedenen agrarpolitischen Bereichen weiterhin Handlungsbedarf besteht. Der Verband begrüßt die Veröffentlichung der Richtlinie zur einzelbetrieblichen Investitionsförderung, sieht jedoch ausstehende Anpassungen bei Gewässerunterhaltungsbeiträgen sowie der Wirtschaftsdüngermeldeverordnung.Nordkurier berichtet, dass …
Die Ministerin steht vor weiteren Herausforderungen, insbesondere im Bereich Tierhaltung. Trotz effektiven Handelns gegen die Afrikanische Schweinepest kämpfen die Betriebe nach wie vor mit strukturellen Schwierigkeiten. Dazu zählen begrenzte Verarbeitungs- und Schlachtkapazitäten sowie ausstehende Entschädigungszahlungen. Der LBV fordert eine langfristige Nutztierstrategie, um diese Probleme zu adressieren.
Themen im Fokus der Agrarpolitik
Ein zentrales Anliegen bleibt das Wassermanagement und der Moorschutz, wobei die Wiedervernässung von Mooren als wesentliche Herausforderung gilt. Der LBV betont die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen Landnutzern, Bürgern und Naturschützern, um konstruktive Lösungen zu finden. Auch die Fortführung der Gespräche zum Bürokratieabbau steht auf der Agenda der Ministerin. Ziel ist die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für die Nutztierhaltung und den Ackerbau, die langfristige Perspektiven für die Land- und Tierwirtschaft in Brandenburg schaffen soll.Tagesspiegel hebt hervor, dass …
Im letzten Jahr hat sich die Situation der Landwirte in Brandenburg nicht wesentlich verschlechtert, jedoch auch nicht verbessert. Insbesondere Obst- und Gemüsebauern berichten von Frostschäden, die die Erträge beeinträchtigen. Die Ernte insgesamt war suboptimal. Trotz der Fortschritte beim Bürokratieabbau ist die Umsetzung von Maßnahmen langsamer als gewünscht.Wirtschaftsdienst analysiert, dass …
Die Ministerin hat angekündigt, das Thema Wasser als prioritäres Anliegen zu behandeln und Kompromisse mit allen Beteiligten anzustreben, um bestehende Zielkonflikte zu lösen. Dies könnte eine der Voraussetzungen sein, um der Landwirtschaft in Brandenburg eine zukunftsfähige Basis zu geben, gerade in Hinblick auf die anhaltenden Herausforderungen und die Notwendigkeit, bestehende Strukturen zu modernisieren.