Teltow reagiert: Flachdächer unter die Lupe, sportliche Schließungen vermeiden!
Teltow prüft Flachdächer nach Schneelast, um Sporthallen-Schließungen zu vermeiden. 19.01.2026, Vizebürgermeisterin Rietz spricht Klartext.

Teltow reagiert: Flachdächer unter die Lupe, sportliche Schließungen vermeiden!
Die Stadt Teltow ist aktuell in Sorge um die Sicherheit ihrer Flachdachgebäude. Die Ankündigung von Vizebürgermeisterin Beate Rietz (SPD) in der Januar-Stadtverordnetenversammlung kam nicht von ungefähr. Der Hintergedanke: eine kritische Überprüfung der Flachdächer der Sporthallen, um künftige Schließungen nach Unwettern zu vermeiden. Anlass gab die Schließung der Hallen nach dem Schneesturm Elli, der am 9. Januar 2026 über die Region zog.
FDP-Stadtverordneter Hans-Peter Goetz brachte in der Versammlung seine Bedenken vor. Die Entscheidung, die Sporthallen zu schließen, stellte sich für viele Sportvereine als problematisch heraus. Rietz räumte ein, dass die Entscheidung nicht optimal kommuniziert war und übernahm die Verantwortung für die Situation. „Wir haben den Zeitpunkt verpasst, die Hallen wieder zu öffnen“, gab sie zu.
Verantwortung und Flexibilität
Obwohl die Sturmwarnung am Freitagmorgen aufgehoben wurde, blieben die Hallen bis auf Weiteres geschlossen. Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) betonte die Notwendigkeit, das Leben und die Sicherheit der Bürger zu schützen, während er die Kritik an der Entscheidung entgegennahm. Die Stadtverwaltung informierte die Vereinschefs rechtzeitig über die Schließung der Hallen und plant, aus dem Vorfall zu lernen. Künftig soll es flexiblere Reaktionen auf Wetterereignisse geben, um Missstimmung und Unsicherheit zu vermeiden.
Das Bauamt wird nun eine umfassende Dokumentation über die Traglasten der Dächer erstellen. Ziel ist es, einen groben Leitfaden für künftige Wetterereignisse zu entwickeln. Dazu gehört auch, zu berechnen, ab welcher Schneehöhe Flachdächer in kritische Zonen geraten. In den Überlegungen wird auch die Statik von Solaranlagen und Gründächern berücksichtigt.
Unwetterwarnungen im Blick
In Anbetracht der Unwettergefahr hat die Unwetterzentrale für Brandenburg eine Übersichtskarte veröffentlicht. Diese zeigt, dass Gebiete wie Prignitz, Land Ruppin, Uckermark und auch Teltow weiterhin unter Unwetterrisiken stehen. Vorwarnungen werden bis zu 48 Stunden im Voraus ausgegeben, während Akutwarnungen das Eintreffen der Gefahren bestätigen. Die Warnstufen reichen von moderatem Unwetter (orange) bis hin zu extremen Unwettern (violett).
Natürlich ist es wichtig, solche Wetterprognosen im Auge zu behalten. Die Informationen der Unwetterzentrale sind rund um die Uhr verfügbar und werden von erfahrenen Meteorologen laufend angepasst. So sind die Teltower bestens über die Wetterlage informiert – und die Stadtverwaltung bemüht sich gleichzeitig, die Sicherheit ihrer Infrastruktur zu gewährleisten.
Die nächsten Schritte sind klar: Teltow will aus der aktuellen Situation lernen und seine Vorgehensweise anpassen, um sowohl die Sicherheit der Bürger als auch die Funktionsfähigkeit der Sportstätten zu sichern. Hoffen wir, dass künftige Schneestürme die Stadt nicht vor ähnliche Herausforderungen stellen.
Weitere Informationen zu Unwetterwarnungen finden Sie auf der Unwetterzentrale oder in dem Artikel von maz-online.de.