Die Pendler in Beelitz-Heilstätten und Borkheide können aufatmen: Die Kapazitäten im Regionalexpress 7 sollen erhöht werden. Dies gab Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung, in der Februar-Sitzung des Brandenburger Landtags bekannt. Hintergrund sind die Beschwerden der Pendler über überfüllte Züge während der Stoßzeiten. Insbesondere zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember wurde die Situation verschärft, da nur noch fünfteilige Züge als Verstärker eingesetzt wurden, statt der zuvor achtteiligen Züge. Dadurch standen in den Zügen zwischen Bad Belzig und Wannsee maximal 270 Sitzplätze zur Verfügung – ein deutlicher Rückgang von 485 Sitzplätzen.

Die Probleme für die Pendler sind offensichtlich: Viele berichteten von Schwierigkeiten, zu den Hauptverkehrszeiten in die Züge einsteigen zu können. Ortsvorsteher Daniel Rödig wandte sich im Januar mit einem Appell an das Land Brandenburg sowie den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), um die Kapazitäten zu erhöhen. Das Verkehrsministerium hat daraufhin erklärt, die Forderungen zu prüfen. In der Sitzung am 26. Februar äußerte Tabbert, dass die Züge weiterhin gut gefüllt seien und es einen klaren Bedarf nach mehr Kapazität gebe. Die Fahrgastzahlen auf der Pendlerstrecke sind in den letzten Jahren merklich gestiegen.

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Geplante Maßnahmen und Zeitrahmen

Für die Zeit zwischen Ostern und Herbst plant das Land, auch an Wochenenden achtteilige RE7-Züge einzusetzen. Ziel ist es, die Kapazität auf rund 420 Sitzplätze pro Zug zu erhöhen, auch an Werktagen. Dies wird nicht nur als Verbesserung für die Pendler angesehen, sondern auch als positive Nachricht für den Tourismus in Beelitz. Die Stadt Beelitz, der Ortsbeirat Beelitz-Heilstätten sowie die Landtagsabgeordnete Melanie Balzer setzen sich aktiv für diese Verbesserungen ein.

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Darüber hinaus hat der VBB Anfang Februar bestätigt, dass Gespräche mit den Bundesländern über zusätzliche Züge in die Berliner Innenstadt zur Hauptverkehrszeit stattfinden. Aktuell enden stündliche Verstärkerzüge des RE7 in Wannsee, was für Pendler, die in die Berliner Innenstadt reisen, längere Fahrzeiten und Umstiege bedeutet.

Der Ausblick auf die Zukunft

Die geplanten Änderungen könnten bereits bald in die Tat umgesetzt werden. Am 3. März wird der VBB bekanntgeben, um welche Züge es sich konkret handelt. Die Hoffnung ist groß, dass diese Maßnahmen nicht nur die Pendler entlasten, sondern auch den Anstieg der Fahrgastzahlen bewältigen können. In einem sich ständig verändernden Verkehrsnetz ist es entscheidend, dass die Infrastruktur mit den Bedürfnissen der Nutzer Schritt hält.

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