Schülerticket in Dahme-Spreewald: Kostenpflichtig trotz Widerstand?

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Im Landkreis Dahme-Spreewald wird ab 2026 ein Eigenanteil für das Schülerticket diskutiert, um 500.000 Euro jährlich zu sparen.

Im Landkreis Dahme-Spreewald wird ab 2026 ein Eigenanteil für das Schülerticket diskutiert, um 500.000 Euro jährlich zu sparen.
Im Landkreis Dahme-Spreewald wird ab 2026 ein Eigenanteil für das Schülerticket diskutiert, um 500.000 Euro jährlich zu sparen.

Schülerticket in Dahme-Spreewald: Kostenpflichtig trotz Widerstand?

Im Landkreis Dahme-Spreewald rumort es: Die Diskussion um die Einführung eines Eigenanteils für das Schülerticket nimmt neue Fahrt auf. Ab dem Schuljahr 2026/2027 soll ein monatlicher Beitrag von fünf Euro erhoben werden, um die hohen Kosten für die Schülerbeförderung zu senken. Die Verwaltung hofft, damit jährlich Einsparungen von etwa 500.000 Euro zu erzielen, während die Gesamtkosten für die Schülerbeförderung derzeit bei stolzen 13,4 Millionen Euro liegen. Diese Entscheidung wird am 25. März 2026 im Kreistag fallen, nachdem bereits im Jahr 2025 ein ursprünglicher Vorschlag für einen Eigenanteil von zehn Euro auf fünf Euro reduziert wurde, um Familien zu entlasten, jedoch abgelehnt wurde, wie moz.de berichtet.

Für die kommenden Jahre gibt es auch einen gestaffelten Anspruch auf ein kostenloses Schülerticket, der sich nach der Klassenstufe und der Entfernung zur Schule richtet: Schüler der Jahrgangsstufen eins bis sechs müssen bei einem Schulweg von mehr als zwei Kilometern kein Ticket bezahlen, während in den Klassen 7 bis 10 erst ab drei Kilometern und in den höheren Klassen ab vier Kilometern eine kostenfreie Beförderung gewährleistet ist. Schüler, die keinen Anspruch auf ein kostenloses Ticket haben, können jedoch ein VBB-2-Wabenticket für lediglich fünf Euro pro Monat beantragen.

Eigenanteile und Ausnahmen

Landkreis Dahme-Spreewald betont.

Im Rahmen der nun anstehenden Diskussion bestehen Bedenken über die Auswirkungen der Einführung eines Eigenanteils auf die Bildungszugänglichkeit. Schließlich könnte dies Familien unter Umständen vor die Wahl stellen, welche Schulen sie wählen, was sich negativ auf die Schulwahl der Kinder auswirken könnte. Dies kommt vor dem Hintergrund eines bereits bestehenden Haushaltsdefizits im Landkreis von rund 100 Millionen Euro, das die sozialen und finanziellen Strukturen zusätzlich belastet.

Es bleibt also spannend, wie es mit den Plänen zur Schülerbeförderung weitergeht und ob die verschiedenen Interessen in der Kreistagssitzung Gehör finden werden.