Im Landkreis Barnim hat seit Anfang Januar 2026 ein Kälteeinbruch mit Schnee, Eis und Glatteis für Herausforderungen gesorgt. Trotz der jüngsten Anstiege der Temperaturen bleiben die Straßen und Wege, besonders in den frühen Morgenstunden, gefährlich glatt. Landrat Daniel Kurth hat den Einsatzkräften und Helfenden für ihren außergewöhnlichen Einsatz gedankt. Dies gilt besonders für die Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen sowie für die Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern und Arztpraxen, die unter erhöhtem Patientenaufkommen litten.
Besonders im Notfallzentrum des GLG Werner Forßmann Klinikums in Eberswalde sind seit Januar 12-15% mehr Patientinnen und Patienten mit witterungsbedingten Sturzverletzungen verzeichnet worden. Täglich wurden Ende Januar und Anfang Februar 120 bis 150 Patientinnen und Patienten versorgt. Am 4. Februar 2026 kam es zu einem Anstieg auf rund 200 Personen, was etwa doppelt so viele sind wie an einem normalen Tag. Rund die Hälfte dieser Patientinnen und Patienten hatte tatsächlich witterungsbedingte Sturzverletzungen. Die hohe Fallzahl wurde durch die enge Zusammenarbeit aller Fachbereiche und Stationen sichergestellt, wobei die notfallmedizinische Versorgung zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt war.
Der Winterdienst und seine Bedeutung
Ein herzliches Dankeschön gilt auch den kommunalen und privaten Winterdienstleistern, die durch ihre Arbeit für sichere Straßen und Wege sorgen. Die Kommunen im Barnim haben zudem ihre Bürger durch die Bereitstellung von Streugut unterstützt. Viele Bürger haben sich ebenfalls engagiert, indem sie Einkaufshilfen und Nachbarschaftshilfe angeboten haben. Landrat Kurth betont den Zusammenhalt im Landkreis und ruft alle dazu auf, weiterhin Unterstützung zu leisten.
Der Winterdienst ist für die Sicherheit auf den Verkehrswegen unerlässlich. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Beschäftigten der Autobahnmeistereien, Straßenmeistereien und kommunalen Bauhöfen. Doch der Winterdienst ist auch mit Risiken verbunden: Niedrige Temperaturen, Eis, Schnee und rutschige Untergründe erhöhen das Unfallrisiko. Die Beschäftigten müssen oft abends oder in den frühen Morgenstunden, häufig bei Dunkelheit, arbeiten. Daher ist besondere Vorsicht geboten, um Kollisionen mit dem fließenden Verkehr zu vermeiden.
Schutzmaßnahmen für die Kälteperiode
In Anbetracht der aktuellen Kälteperiode ist es wichtig, geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Der Isolationsgrad der Bekleidung sollte an die erwarteten Wetterbedingungen und Aktivitäten angepasst werden. Ein flexibles Bekleidungssystem, das leicht an- und ausgezogen werden kann, ist von Vorteil. Das bewährte Zwiebelschalen-Prinzip sollte angewendet werden: Die innere Schicht sorgt für Feuchtigkeitsregulation und Isolation, die mittlere Schicht schützt vor Kälte, und die äußere Schicht bietet Wetterschutz.
Bei der Wahl der äußeren Schicht ist darauf zu achten, dass sie groß genug ist, um die inneren Schichten gut zu umschließen. Zudem sollten Öffnungen am Hals und an den Handgelenken für eine bessere Belüftung sorgen. Die Verschlüsse müssen einfach zu handhaben sein, auch wenn die Finger kalt sind. Große Zip-Verschlüsse sind hier die bessere Wahl im Vergleich zu Knopfverschlüssen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Gesundheit der Beschäftigten im Winterdienst zu schützen und das Unfallrisiko zu minimieren.
Für alle, die im Winterdienst tätig sind, ist es unerlässlich, Warnkleidung zu tragen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und Kollisionen zu vermeiden. Die Arbeitgebenden sind verpflichtet, Warnkleidung der erforderlichen Schutzklasse bereitzustellen, die korrekt getragen werden muss. Dies beinhaltet, dass reflektierende Streifen gut sichtbar sind und die Jacken geschlossen sowie die Ärmel und Beine nicht hochgekrempelt werden.
Die aktuellen Umstände im Landkreis Barnim zeigen, wie wichtig der Zusammenhalt in der Gemeinschaft und die richtigen Schutzmaßnahmen sind. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist entscheidend, um die Herausforderungen der Kälteperiode zu meistern. Weitere Informationen zu den Herausforderungen und Maßnahmen im Winterdienst finden Sie in den entsprechenden Quellen: Barnim Neuigkeiten, Bauportal und DGUV.