Vom Waschmaschinen-Crash zur Emanzipation: Ein Zeitsprung ins Jahr 2025!

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Erleben Sie die Matinee "Die progressiven Nostalgiker" am 19.01.2026 im Obenkino Cottbus: Ein humorvoller Zeitreise-Film!

Erleben Sie die Matinee "Die progressiven Nostalgiker" am 19.01.2026 im Obenkino Cottbus: Ein humorvoller Zeitreise-Film!
Erleben Sie die Matinee "Die progressiven Nostalgiker" am 19.01.2026 im Obenkino Cottbus: Ein humorvoller Zeitreise-Film!

Vom Waschmaschinen-Crash zur Emanzipation: Ein Zeitsprung ins Jahr 2025!

Am 19. Januar 2026 wird das Obenkino in Cottbus ein besonderes Filmereignis präsentieren: „Die progressiven Nostalgiker“. Dieser französisch-belgische Film entführt die Zuschauer in die 1950er Jahre, wo wir das Leben des Bankangestellten Michel und seiner Frau Hélène kennenlernen. Die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung, als ein Kurzschluss ihrer Waschmaschine das Paar in die Zukunft, ins Jahr 2025, katapultiert. In dieser neuen Zeit verändert sich ihre Rollenverteilung grundlegend: Die wohlgeordnete Hausfrau Hélène wird zur karriereorientierten Powerfrau, während Michel in die Rolle des Hausmanns schlüpft.

Hier beginnt das humorvolle Nachempfinden der Absurditäten des modernen Lebens: Michel findet sich in einer Welt wieder, in der ein sturer virtueller Sprachassistent die Oberhand hat, Möbel selbst zusammengeschraubt werden müssen und Hundekot automatisch entsorgt wird. Zudem stellt die Tochter des Paares ihr eigenes Leben in Frage, indem sie erklärt, dass sie heiraten möchte – und zwar ihre Freundin! Inmitten dieser Herausforderungen sehnt sich Michel nach der „guten alten Zeit“ und versucht verzweifelt, die Waschmaschine so zu programmieren, dass er in die Vergangenheit zurückkehren kann. Der Film thematisiert auf witzige Weise die Relativität von Freiheit und die häufig absurde Natur unserer modernen Welt, unter der Regie von Vinciane Millereau. Mit einer Laufzeit von 103 Minuten ist der Film FSK 12 und verspricht Unterhaltung für jung und alt.

Die Figuren im Wandel der Zeit

Michel und Hélène verkörpern die klassische Rollenverteilung aus einer längst vergangenen Zeit. Diese Veränderungen stehen nicht nur für einen persönlichen, sondern auch für einen gesellschaftlichen Wandel, in dem patriarchale Strukturen infrage gestellt werden. Das Patriarchat selbst beschreibt ein System sozialer Beziehungen, das traditionell von Männern geprägt ist. Während Michel als Ernährer in der Vergangenheit eine klare Rolle verfolgte, sieht sich Hélène in der Zukunft mit den Herausforderungen der Emanzipation konfrontiert und genießt ihre neu gewonnene Unabhängigkeit.

Der Begriff „Patriarchat“, der aus dem altgriechischen „patriárchēs“ stammt und „Stammvater“ bedeutet, hat sich über Jahrhunderte entwickelt. In der Familiensoziologie wird es oft als Struktur betrachtet, die Männern rechtliche und ökonomische Macht zuschreibt. Historisch gesehen hatte dieses System gravierende Auswirkungen auf die rechtlichen und sozialen Freiheiten von Frauen, die in vielen Kulturen auf Gebären und Kindererziehung beschränkt waren. Ein Blick auf das Jahr 2026 zeigt, wie sehr sich die gesellschaftlichen Normen verändert haben, selbst wenn die Überbleibsel patriarchaler Denkmuster nicht einfach verschwunden sind. Feministische Theorien hinterfragen seit den 1960er Jahren die vermeintlichen natürlichen Geschlechterrollen und fordern eine differenzierte Betrachtung der Geschlechterverhältnisse.

Filmvorführung im Obenkino

Interessierte können sich den Film im Rahmen einer Matinee im Obenkino in Cottbus ansehen. Die Veranstaltung bietet nicht nur die Möglichkeit, in diese spannende Handlung einzutauchen, sondern auch über die dargestellten Themen von Genderrollen sowie gesellschaftlichem Wandel nachzudenken. Ob das Zusammenspiel der Figuren und ihre Entwicklung die Zuschauer dazu anregt, über ihre eigenen Vorstellungen von Geschlechtergerechtigkeit nachzudenken? Das bleibt abzuwarten. In jedem Fall verspricht „Die progressiven Nostalgiker“ eine amüsante und nachdenkliche Auseinandersetzung mit vergangenen und gegenwärtigen Fragen.

Für weitere Informationen über die Veranstaltung besuchen Sie Cottbus.de oder erfahren Sie mehr über die historischen Hintergründe der Geschlechterverhältnisse auf Wikipedia).