Emotionales Filmprojekt: Khartoum im Fokus der Berlinale 2025!
Erleben Sie die Filmvorführung "Khartoum" am 29.11.2025, die den Sudan-Konflikt und das Leben seiner Bewohner thematisiert.

Emotionales Filmprojekt: Khartoum im Fokus der Berlinale 2025!
Am 29. November 2025 wird der Film „Khartoum“ von einer Gruppe engagierter Filmschaffender bei einer Veranstaltung im Rahmen des Berlinale Spotlight – Berlinale Panorama vorgestellt. Dieses Projekt, das die Stadt Khartum und ihre Einwohner ins Licht rückt, entstand 2022 unter der Leitung von vier sudanesischen Filmemachern und einem britischen Regisseur. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, den Alltag und die Träume von fünf Protagonisten aus der sudanesischen Hauptstadt festzuhalten und sie vor dem Hintergrund eines eskalierenden Konflikts zu begleiten. Laut Berlin.de wirft der Film einen eindringlichen Blick auf das Leben der Menschen in einem Land, das von Hunger und Zerstörung betroffen ist.
Die Geschichten, die in „Khartoum“ erzählt werden, sind ebenso vielfältig wie bewegend. Sie reichen von Lokain und Wilson, zwei Straßenjungen, die eine Müllkippe nach Kleidung durchforsten, bis zu Khadmallah, einer alleinerziehenden Mutter und Teeverkäuferin, die Mathematik lernt, um ihr eigenes Geschäft zu eröffnen. Jawad, ein Widerstandskämpfer, protestiert gegen die Militärregierung, während Majdi, ein Beamter, seine Freizeit mit seinem Sohn bei Taubenrennen verbringt. Diese Charaktere werden durch Animationen, Green-Screen-Rekonstruktionen und Traumsequenzen zum Leben erweckt, was dem Zuschauer einen emotionalen Zugang zu ihren Herausforderungen und Hoffnungen ermöglicht.
Hintergrund des Films
Die Dreharbeiten begannen vor dem Ausbruch eines dramatischen Konflikts. Im April 2023 kam es zu Kämpfen zwischen der sudanesischen Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces, was zu über zehn Millionen Vertriebenen führte und die humanitäre Krise im Sudan dramatisch verschärfte. Momentan benötigen mehr als 30 Millionen Menschen im Sudan Hilfe, und die Lage ist besonders für Kinder bedrohlich. Rund vier Millionen Kindern unter fünf Jahren droht Unterernährung, warnen Expert:innen von „Action Against Hunger“, wie DW berichtet.
Die Filmschaffenden und ihre Protagonisten fanden Zuflucht in Nairobi, wo der Film schließlich vollendet wurde. Dieser Ort war nicht nur eine Flucht vor der Gewalt, sondern auch ein Raum, um Gedanken und Perspektiven in einem von Konflikten geprägten Umfeld neu zu gestalten. Der Film, der auf Arabisch mit englischen Untertiteln präsentiert wird und eine Laufzeit von 80 Minuten hat, spiegelt die Erlebnisse und Hoffnungen der Protagonisten wider und steht somit exemplarisch für die Situation im Sudan.
Einladung zur Filmvorführung
Die Vorführung findet um 18:00 Uhr statt und der Eintritt ist kostenlos, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich. Im Anschluss an den Film wird ein Gespräch mit Frank Albers, dem Co-Produzenten, und Talal Afifi, dem Produzenten, stattfinden, um die Themen des Films und die aktuellen Herausforderungen im Sudan zu erörtern. Diese Veranstaltung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung und dem European Film Market der Berlinale und betont die dringende Notwendigkeit, das bleibende Leid der Menschen im Sudan ins Licht zu rücken.
Es liegt an uns, über den „vergessenen Krieg“ hinauszusehen und die Geschichten zu hören. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die Realität werfen, die hinter den Schlagzeilen verborgen bleibt. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist über die Website der Berlinale möglich.