Grippewelle und Impfungen: Oberhavel kämpft gegen steigende Krankheitsfälle!
Oberhavel meldet Anstieg von Influenza- und Windpockenerkrankungen. Impfungen empfohlen, regelmäßig Hände waschen und Abstand halten.

Grippewelle und Impfungen: Oberhavel kämpft gegen steigende Krankheitsfälle!
In Oberhavel steigt die Zahl der Influenza-Erkrankungen rasant an. In der letzten Woche wurden 152 neue Fälle gemeldet, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den 33 und 36 Fällen in den ersten beiden Kalenderwochen darstellt. Zudem sind auch andere Atemwegserkrankungen, wie Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV), vermehrt auf dem Vormarsch. Amtsärztin Simone Daiber rät dringend dazu, bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben und die sozialen Kontakte zu reduzieren. „Es ist wichtig, sich und andere zu schützen“, so Daiber.MAZ berichtet, dass eine Grippeschutzimpfung nach wie vor sinnvoll ist, da sie vor schweren Krankheitsverläufen schützen kann.
Das Gesundheitsamt bietet jeden Freitag von 9 bis 12 Uhr eine Impfsprechstunde ohne vorherige Anmeldung an, was vielen Bürger:innen die Möglichkeit gibt, sich unkompliziert impfen zu lassen. Die Impfungen erfolgen gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Nach einer Impfung kann man jedoch nicht gleich entspannen: Der Schutz baut sich erst etwa zwei Wochen nach der Impfung auf.
Impfungen und Schutzmaßnahmen
Um sich vor Atemwegserkrankungen zu schützen, empfiehlt es sich, regelmäßig die Hände zu waschen, beim Husten und Niesen in die Armbeuge zu gehen sowie häufig zu lüften und Abstand zu halten, besonders wenn Symptome auftreten. Diese Standardvorkehrungen sind nicht nur gegen die Influenza wichtig, sondern auch gegen die Zirkulation von Influenzaviren allgemein. Laut der Webseite der AGI des Robert Koch-Instituts ist das ARE-Geschehen (Akute Respiratorische Erkrankungen) derzeit durch eine Zunahme von Influenza-Infektionen geprägt, was alle Altersgruppen betrifft. Derzeit wird ein moderates Niveau an Arztbesuchen und Hospitalisierungen verzeichnet.
Aktuelle Daten zeigen, dass in der dritten Kalenderwoche 2026 in 105 von 138 eingesandten Proben respiratorische Viren identifiziert wurden, darunter Influenza A- und B-Viren. Der Anteil an Influenza A(H3N2)- und A(H1N1)pdm09-Viren ist hierbei signifikant. Die Zahl der SARI-Fälle (schwere akute respiratorische Infektionen) zeigt einen Rückgang im stationären Bereich.
Windpocken und Gürtelrose
Ein weiteres gesundheitliches Thema in Oberhavel betrifft die steigende Zahl der Windpockenerkrankungen (Varizellen). Die Statistik zeigt einen Anstieg der Fälle von 39 im Jahr 2019 auf 58 Fälle im Jahr 2025. Gleichzeitig hat sich die Impfquote bei Kindern gegen Windpocken verbessert. Waren noch 14,4 % der Kinder im Schuljahr 2014/15 ungeimpft, so lag der Wert 2024/25 nur noch bei 8 %. Dies zeigt, dass die Impfkampagnen hier Wirkung zeigen.
Bedenklich bleibt dennoch, dass ungeimpfte Kinder das Virus bereits vor sichtbaren Krankheitszeichen übertragen können. Ungeimpfte Kontaktkinder müssen mit einem Ausschluss von bis zu 16 Tagen aus Schulen und Kitas rechnen. Die Gürtelrose-Impfung wird für Personen ab 18 Jahren mit erhöhtem Risiko empfohlen, die STIKO empfiehlt sie sogar als Standardimpfung ab 60 Jahren. Im Jahr 2025 wurden in Oberhavel 287 Fälle von Herpes Zoster (Gürtelrose) registriert.MAZ hebt hervor, dass das Gesundheitsamt Oberhavel auch die Möglichkeit für Impfungen gegen Herpes Zoster anbietet und bittet die Bevölkerung, ihren Impfstatus regelmäßig zu überprüfen.
Die aktuelle Situation zeigt ganz deutlich: Ob gegen Influenza, Windpocken oder Gürtelrose – es ist ratsam, die Impfangebote zu nutzen und sich über die Gesundheit zu informieren. Bleiben Sie gesund!