Storkow sagt Stop! zu vermüllten Altkleidercontainern – Neue Lösungen gesucht!

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Storkow (Mark) reduziert Altkleidercontainer aufgrund von Vermüllung und prüft nachhaltige Lösungen zur Alttextilentsorgung.

Storkow (Mark) reduziert Altkleidercontainer aufgrund von Vermüllung und prüft nachhaltige Lösungen zur Alttextilentsorgung.
Storkow (Mark) reduziert Altkleidercontainer aufgrund von Vermüllung und prüft nachhaltige Lösungen zur Alttextilentsorgung.

Storkow sagt Stop! zu vermüllten Altkleidercontainern – Neue Lösungen gesucht!

In Storkow (Mark) hat die Stadtverwaltung ein deutliches Zeichen gesetzt: Die Altkleidercontainer an der Reichenwalder Straße und am Bahnhof wurden abgebaut. Der Grund für diesen Schritt sind die wachsenden Beschwerden der Bürger über die Vermüllung in diesen Bereichen. Immer wieder wurden Altkleider, Schuhe und Kartons neben den Containern hinterlassen, was als illegale Müllentsorgung gilt. Diese unschöne Situation hat die Stadt dazu gezwungen, regelmäßig und mit großem Aufwand für Sauberkeit zu sorgen. Wie die Stadtverwaltung auf ihrer Webseite berichtet, standen die Container auf städtischen Grundstücken, wo die Stadt selbst tätig werden konnte.

Die Problematik der illegalen Entsorgung scheint nicht nur Storkow zu betreffen. Laut einer Untersuchung landen in Deutschland jährlich über eine Million Tonnen Alttextilien in Containern. Doch nur etwa 50% davon sind noch brauchbar. Der Rest wird oft außerhalb der EU vermarktet, was die Recyclingquote erheblich schmälert. Ab dem 1. Januar 2025 tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die verlangt, dass gebrauchte Textilien getrennt von anderen Abfällen gesammelt werden. Mit dieser Maßnahme sollen die Millionen Tonnen Textilmüll, die Jahr für Jahr verbrannt oder deponiert werden, reduziert werden, wie das ZDF in ihrer Übersicht erläutert.

Die Situation in Storkow

Der Rückzug der Altkleidercontainer bedeutet jedoch nicht das Ende der Möglichkeit zur Entsorgung von Alttextilien in Storkow. Es gibt weiterhin einige Sammelstellen im Stadtgebiet, und die Bürger können ihre alten Kleider auch über die Abgabestellen des Kommunalen Wirtschaftsunternehmens Entsorgung des Landkreises Oder-Spree (KWU) abgeben. Die Stadt hat darüber hinaus angekündigt, nachhaltige Lösungen für die Sammlung von Alttextilien zu prüfen. In diesem Zusammenhang sind die Bürger aufgefordert, Ideen und Vorschläge zur Verbesserung der Altkleiderentsorgung einzubringen.

Die Kooperation zwischen dem KWU und dem DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e. V. spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Um die Altkleidersammlung effizienter zu gestalten, hat der DRK-Kreisverband eigene Boxen für die Altkleider auf den Wertstoffhöfen des KWU aufgestellt. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass mehr Kleidung recycelt und weniger in den Müll wandert.

Nachhaltige Lösungen und kommende Veränderungen

Mit der neuen EU-Richtlinie, die die Wiederverwertung von Textilien zum Ziel hat, wird die unsachgemäße Nutzung von Altkleidercontainern noch problematischer. Diese kann dazu führen, dass die gesammelte Kleidung nicht recycelt werden kann und kostenintensiv entsorgt werden muss. Viele Menschen sind sich dieser Problematik oftmals nicht bewusst. Stark beschädigte oder verschmutzte Kleidung soll nach wie vor über den Restmüll entsorgt werden, während wiederverwertbare Kleidungsstücke in den vorgesehenen Altkleidercontainern landen sollten.

Die Stadt Storkow und andere Gemeinden stehen vor der Herausforderung, das Bewusstsein für die richtige Entsorgung von Altkleidern zu schärfen. Nachhaltigkeit beginnt zu Hause, und jeder einzelne hat die Chance, durch umsichtiges Handeln einen Beitrag zu leisten. Wer also beim nächsten Mal wieder den Schrank ausmistet, sollte im Hinterkopf behalten, dass jeder gut erhaltene Pullover oder jede Hose, die in die richtigen Container wandert, eine kleine, aber feine Unterstützung für die Umwelt ist.