Neues Textilmuseum in Forst: Ein Blick in die Geschichte der Industrie!
Am 15.11.2025 eröffnet das neue Textilmuseum in Forst, das die Geschichte der Lausitz und historische Maschinen präsentiert.

Neues Textilmuseum in Forst: Ein Blick in die Geschichte der Industrie!
In Forst, Brandenburg, entsteht ein neues Museum in einer historischen Textilfabrik, das die wechselvolle Geschichte der Textilindustrie der Region lebendig halten soll. Mit einer Investition von 16 Millionen Euro wird hier nicht nur ein Gebäude umgebaut, sondern auch ein Stück Erinnerungs- und Kulturarbeit geleistet. rbb-online.de berichtet, dass das Museum eine Vielzahl von historischen Textilmaschinen präsentieren wird, die aus der Blütezeit der Forster Industrie stammen. Diese Ära, die bis 1989 andauerte, machte Forst einst zum „deutschen Manchester“ mit stolzen 288 Fabriken.
Julia Koppetsch, die Projektkoordinatorin, hebt die Wichtigkeit dieser Maschinen hervor. Sie sollen nicht nur als technische Relikte dienen, sondern auch den charakteristischen Geruch der Textilproduktion zurückbringen, der für diese Zeit so prägend war. Unter den Exponaten ist eine Rosshaarzwirnmaschine, die Stefan Buss, ein erfahrenes Mitglied des Museumsteams, anschaulich erklärt. „Ein wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst“, beschreibt er die Maschine, die mit 460 Spindeln einen Fortschritt in der Textilproduktion darstellt.
Die künstlerische Gestaltung
Besonders hervorzuheben ist die künstlerische Gestaltung des Eingangsbereichs durch Anett Lau. Sie hat den Fliesenboden entworfen und dabei historische Webtechniken sowie ein Buckskin-Muster einfließen lassen. Lau, die sich intensiv mit der Materie auseinandersetzte, vermittelt durch ihre Dezente aber auffällige Arbeit einen ersten Eindruck von der Verbindung zwischen Kunst und Industrie.
Zudem plant das Museum, Lebensgeschichten bekannter Forster in die Dauerausstellung aufzunehmen. Diese persönlichen Geschichten sollen die Verbindung zur Region stärken und das Interesse der Besucher wecken. Auch wenn das Museum zur Eröffnung noch nicht alle Exponate präsentieren kann, wird die Vorfreude unter den Anwohnern und Besuchern deutlich spürbar.
Ein Blick in die Zukunft
Diese Neugestaltung des Museums bietet nicht nur einen Blick in die Vergangenheit der Textilindustrie, sondern fungiert auch als kulturelles Zentrum für die Region. Die dort veranstalteten Ausstellungen sollen die kulturelle Vielfalt Brandenburgs fördern und Gestalten dieser Industriegeschichte ins Licht rücken. Obendrein ist die Dampflok „Die schwarze Jule“ ein weiteres bedeutendes Exponat, das Jung und Alt gleichermaßen anziehen wird.
Mit dem neuen Museum wird ein Ort geschaffen, der das Erbe der Textilindustrie in Forst würdigt und gleichzeitig zukünftige Generationen für die lokale Geschichte begeistert. Die Aufgaben und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, sind ebenso zahlreich wie die kreativen Möglichkeiten, die sich bieten. Die Eröffnung steht an und alle Blicke sind gespannt auf das, was da kommt.