Klinikum Dahme-Spreewald: Warnstreik für höhere Löhne am 17. Juli!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am
Impressum · Kontakt · Redaktionskodex

Am 17. Juli 2025 streiken 650 Angestellte des Klinikums Dahme-Spreewald in Lübben für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen.

Am 17. Juli 2025 streiken 650 Angestellte des Klinikums Dahme-Spreewald in Lübben für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen.
Am 17. Juli 2025 streiken 650 Angestellte des Klinikums Dahme-Spreewald in Lübben für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen.

Klinikum Dahme-Spreewald: Warnstreik für höhere Löhne am 17. Juli!

Am 17. Juli 2025 sind die Wogen im Klinikum Dahme-Spreewald in Lübben hochgeschlagen. Wie rbb24 berichtet, haben rund 650 nichtärztliche Beschäftigte sowie 145 Auszubildende die Arbeit niedergelegt. Der Warnstreik, der sowohl am Donnerstag als auch am Freitag stattfindet, wurde von der Gewerkschaft Verdi initiiert und hat das Ziel, Druck auf den Arbeitgeber auszuüben. Die Hintergründe sind die erfolglosen Tarifverhandlungen, die seit Ende April die Gemüter erhitzen.

Die Verhandlungen zwischen Verdi und der Geschäftsführung des Klinikums laufen seit drei Runden, jedoch ohne greifbares Ergebnis. Die letzte Runde endete Ende Juni des laufenden Jahres ohne Einigung, insbesondere bezüglich der Löhne und Zulagen für kurzfristige Dienste. Verdi stipuliert eine Lohnerhöhung von acht Prozent sowie eine Zulage von 120 Euro für Einsätze an freien Tagen. Im Gegensatz dazu hat sich der Arbeitgeber, vertreten durch Benjamin Seidemann von den Sana-Kliniken Niederlausitz, lediglich auf eine modeste Erhöhung von insgesamt sieben Prozent während der geplanten Tariflaufzeit eingelassen. Zudem wurde eine Dienstzulage von nur 30 Euro angeboten, die von Verdi als unzureichend zurückgewiesen wurde.

Forderungen der Beschäftigten

Doch was fordern die Beschäftigten konkret? Nach Angaben von DGB liegen die Erwartungen nicht nur an einer Gehaltserhöhung. Verdi fordert auch eine Pflegezulage von 141 Euro sowie eine höhere Jahressonderzahlung. Für die Auszubildenden soll die Vergütung angehoben werden, mit zusätzlichen Sonderzahlungen, die etwa 90 Prozent betragen sollten. Dabei wird deutlich, dass die Beschäftigten eine Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) anstreben. Der Vorgängerhaustarifvertrag lief zum 31. März 2025 aus, und die Löhne hinken hinter den Standards anderer öffentlicher Kliniken wie der Charité oder Vivantes hinterher.

Die Notwendigkeit zu streiken zeigt sich aus den bisherigen Versuchen der Arbeitgeberseite, den Forderungen der Beschäftigten nachzukommen. Gemäß Tagesschau sind solche Warnstreiks nicht isoliert; sie sind Teil eines bundesweiten Trends, bei dem Verdi in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen nach besseren Bedingungen strebt. Während die Arbeitgeber Kritik an den kostspieligen Forderungen äußern und Anpassungen als übertrieben bewerten, bleibt die Realität für das Gesundheitspersonal oft herausfordernd. Es wird weiterhin an der nächsten Verhandlungsrunde gearbeitet, die für den 29. Juli 2025 angesetzt ist.

Trotz des Warnstreiks sind die Akutfälle an beiden Klinikstandorten sichergestellt, was bedeutet, dass Patienten weiterhin versorgt werden. In Zeiten, in denen Personalengpässe in der Gesundheitsversorgung ein immer größeres Thema sind, wird deutlich, dass die Auseinandersetzung um die Arbeitsbedingungen im Klinikum Dahme-Spreewald eine wichtige Rolle für die Zukunft der Beschäftigten und die gesamte medizinische Versorgung in der Region spielt.

Die angespannten Verhandlungen und die Forderungen der Beschäftigten sind Zeichen dafür, dass hier noch einiges an Verhandlungsspielraum besteht. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob ein Kompromiss erreicht werden kann, der sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die der Klienten im Gesundheitswesen berücksichtigt.