Gewalt im Amateurfußball: Podcast deckt brisante Geheimnisse auf!
Am 25.09.2025 diskutiert der ARD-Podcast über Gewalt im Amateurfußball und die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen.

Gewalt im Amateurfußball: Podcast deckt brisante Geheimnisse auf!
Die Debatte um Gewalt im Amateurfußball hält die Szene in Atem. Am 25. September 2025 erscheint der ARD-Podcast „Spielabbruch – Macht Gewalt den Amateurfußball kaputt?“, moderiert von Hubertus Koch und Yousuf Mirzad. Laut dem Podcast thematisiert Gewalt im Amateurfußball nicht nur die Spieler, sondern auch die immer wieder betroffenen Schiedsrichter. Diese Gewalt ist mittlerweile fast schon alltäglich, auch wenn laut dem DFB die Zahlen rückläufig scheinen.
Im März 2024 kam es zu einem erschreckenden Vorfall in einem Spiel der Kreisliga B zwischen Bremer SV II und Bremen United, als ein Spieler einem am Boden liegenden Gegenspieler ins Gesicht trat und ein anderer mit Anlauf zuschlug. Solche Gewaltexzesse werfen Fragen auf: Wo liegen die Wurzeln dieses Verhaltens? Verantwortlich dafür sind oft nicht nur die Spieler selbst, sondern auch Eltern und Zuschauer, die in hitzigen Momenten aggressive Worte gegen Schiedsrichter und Spieler richten.
Rückgänge trotz hoher Zahlen von Spielen
Der DFB gibt an, seit der Saison 2014/2015 die Lage des Amateurfußballs in Deutschland regelmäßig zu erheben. In der Saison 2023/2024 wurde mehr Fußball gespielt als in den Vorjahren, was zunächst positiv klingt. Rund 1,5 Millionen Fußballspiele werden jährlich im Wettbewerb unter dem DFB ausgetragen. Trotz eines Anstiegs um vier Prozent an ausgetragenen Spielen ist die Gesamtzahl der gewalt- und diskriminierungsvorfälle um 6,3 Prozent gesunken.
Nichtsdestotrotz sind die Herausforderungen in der Praxis immens. In der Saison 2022/2023 wurden 963 Spiele abgebrochen, während es in der aktuellen Saison 909 waren. Hierbei sind witterungsbedingte Abbrüche nicht eingerechnet. Nach Angaben von n-tv.de erleben Schiedsrichter regelmäßig Gewalt in Form von Beleidigungen und körperlichen Angriffen, was die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen und Schulungen unterstreicht. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bereits Maßnahmen zur Unterstützung von Schiedsrichtern initiiert, darunter die „Kapitänsregelung“, die nur Kapitänen erlaubt, mit Schiedsrichtern zu sprechen.
Präventionsarbeit dringend erforderlich
Hubertus Koch unterstreicht die Notwendigkeit von Präventionsarbeit. Insbesondere die Verantwortung der Vereine in ihrer Gesamtheit wird oft betont, denn die Organisation vor Ort liegt häufig bei Ehrenamtlichen, die neben ihrem Engagement auch für ein sicheres Spielfeld sorgen müssen. Das DFB-STOPP-Konzept ermöglicht Schiedsrichtern Beruhigungspausen in hitzigen Situationen, dennoch hapert es an der Umsetzung dieser Konzepte. Die Kriminologin Thaya Vester hat festgestellt, dass viele Mannschaften nicht ausreichend informiert sind, was liegend bei der Verbreitung der Informationen per E-Mail an Vereinsfunktionäre.
Der DFB steht in der Kritik: Die Erhebung von Gewaltzahlen erfolgt oft unzureichend und bildet nicht die gesamte Realität ab. Es ist unerlässlich, dass die Verantwortlichen in den Spitzenpositionen zusammenarbeiten und die Mittel und Wege finden, um die Zustände auf den Fußballplätzen nachhaltig zu verbessern. Über den Sommer 2023 stieg die Zahl der Schiedsrichter um 6,6 Prozent auf beinahe 60.000, was ein positives Zeichen ist, zugleich ist die Verantwortung für ein sicheres Umfeld jedoch eine kollektive Aufgabe.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass die besprochenen Maßnahmen und die anhaltenden Diskussionen um Gewalt im Amateurfußball Früchte tragen, damit das runde Leder weiterhin in einem gewaltfreien Rahmen rollt. Wer mehr zu den persönlichen Erfahrungen der Beteiligten erfahren möchte, sollte sich den neuen Podcast nicht entgehen lassen, denn hier wird Klartext geredet.