Bremer Para-Eishockey-Star Bas Disveld bereit für seine zweite Paralympics!
Bas Disveld bereitet sich auf die Paralympics 2026 in Mailand vor, nachdem das Para-Eishockey-Team in den USA den fünften Platz belegt hat.

Bremer Para-Eishockey-Star Bas Disveld bereit für seine zweite Paralympics!
Blickt man auf den paralympischen Wintersport, so hat Para-Eishockey in den letzten Jahrzehnten eine eindrucksvolle Entwicklung hingelegt. In diesem Jahr fiebern viele Eishockey-Fans dem nächsten großen Event entgegen: den Paralympics 2026 in Mailand. Ein Gesicht, das bei den Vorbereitungen nicht fehlen darf, ist Bas Disveld. Der 49-Jährige Spieler der Weserstars aus Bremen wird bei seiner zweiten Teilnahme an den Paralympics alles geben.
Bas Disveld, der nach einem Autounfall mit 21 Jahren zur Querschnittslähmung kam, ist nicht nur ein talentierter Sportler, sondern auch ein Überzeugungstäter. Er hat im Para-Eishockey eine Leidenschaft gefunden, die ihn seit zwei Jahrzehnten antreibt. Bereits 2006 war Disveld bei den Paralympics in Turin dabei und bewahrt sich sein 19 Jahre altes Trikot als wertvollen Schatz für die Erinnerungen. Die Vorfreude auf Mailand wird durch eine intensive Trainingsroutine unterstützt; Disveld trainiert einmal pro Woche und betreibt zusätzlich Kraft- und Ausdauersport.
Erfolgreiche WM-Teilnahme
Eine aufregende Zeit liegt hinter dem Para-Eishockey-Nationalteam, das kürzlich beim Weltmeisterschaftsturnier in den USA den fünften Platz belegte. Diese Platzierung ist die beste seit vielen Jahren und sichert ihnen die Teilnahme an den kommenden Paralympics. Disveld, der in einem spannenden letzten Gruppenspiel gegen Südkorea einen entscheidenden Treffer erzielte, sorgt gemeinsam mit seinem ehemaligen Mitspieler Jacob Wolff und der Abteilungsleiterin Diana Bentzen für reibungslose Vorbereitungen und eine optimale Ausrüstung.
Die Erfolge in den USA, darunter ein beeindruckender 5:2-Sieg über die Slowakei, unterstreichen das Potential des deutschen Teams. Diana Bentzen, die auch die Para-Eishockey-Abteilung der Weserstars leitet, äußerte sich voller Vorfreude auf die bevorstehenden Spiele in Mailand. Disveld selbst hat realistische Erwartungen und glaubt nicht an eine Medaille – für ihn steht das Erlebnis an sich im Vordergrund.
Herausforderungen im Para-Eishockey
Trotz positiver Entwicklungszeichen gibt es Herausforderungen, über die Disveld offen spricht. Eine Sorge besteht darin, dass bei den Weserstars oft nur wenige Spieler trainieren können. Dies macht es für Spieler wie Disveld schwierig, die notwendige Unterstützung und gleichbleibende Trainingsbedingungen zu gewährleisten. Seine Langeweile beim Training kommt jedoch nicht in Frage – der Ehrgeiz, sein Können im Schlitten zu zeigen, bleibt unverändert hoch. „Es ist nicht einfach, sich im Schlitten zu halten, wenn man nicht optimal behindert ist“, erklärt Disveld.
Die Begeisterung für Para-Eishockey wächst, und die Gemeinschaft schätzt die Energie, die der Sport vermittelt. Umso wichtiger ist es, dass junge Talente gefördert werden. Die Organisation und Regelung des Sports fällt unter das Internationale Paralympische Komitee (IPC), welches alles daran setzen wird, Para-Eishockey weiterhin einen Platz im Rampenlicht zu verschaffen. Die nächste große Etappe für Disveld und seine Teamkollegen steht bevor, und bei den Paralympics 2026 in Mailand wird der Welt gezeigt, was im Para-Eishockey wirklich steckt.
Wer die Entwicklung des Sports verfolgt, weiß, dass es bis heute eine lange Reise war. Der erste internationale Para-Eishockey-Match fand bereits 1969 statt, und seither haben sich die Regeln und der Geist des Spiels erheblich gewandelt. Heute ist Para-Eishockey nicht nur ein Zeichen für sportlichen Ehrgeiz, sondern auch für Lebenswillen und Gemeinschaft. Disveld und seine Mitspieler sind mehr als Sportler; sie sind Botschafter eines Sports, der nicht nur für Mann und Frau mit Behinderungen, sondern für alle, die Herausforderungen überwinden wollen, ein Beispiel setzt.