Brandenburgs Städte im Wandel: Innovative Stadtentwicklungsprojekte starten!
Die Abschlusskonferenz der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ am 27.11.2025 in Potsdam beleuchtet zukunftsfähige Stadtentwicklung in Brandenburg.

Brandenburgs Städte im Wandel: Innovative Stadtentwicklungsprojekte starten!
Am 27. November 2025 zog das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg in Potsdam Bilanz. Die Abschlusskonferenz der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ machte deutlich, dass die Brandenburger Städte auf einem guten Weg sind, zukünftsfähig zu werden. Seit 2020 wurden 15 Modellvorhaben mit insgesamt 1,3 Millionen Euro Landesmitteln unterstützt. Infrastrukturstaatssekretärin Ina Bartmann begrüßte die Teilnehmenden und betonte in einer Gesprächsrunde die Bedeutung von innovativen Stadtentwicklungsprozessen, die insbesondere auf Klimawandel, Digitalisierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt abzielen. mil.brandenburg.de berichtet, dass insgesamt 16 Kommunen an diesen Modellvorhaben beteiligt waren, darunter bekannte Namen wie Wittenberge und Perleberg.
Von 2020 bis 2022 nahmen Gemeinden wie Neuruppin, Eberswalde und Zossen an der ersten Runde der Initiative teil, während die zweiten Runde von 2023 bis 2025 Städte wie Brandenburg an der Havel, Potsdam und Frankfurt (Oder) einbezog. Die Initiative besteht aus zwei zentralen Säulen: der finanziellen und beratenden Unterstützung der Kommunen sowie dem Austausch von Expertenwissen zwischen den Städten. Ziel ist es, Fachdiskussionen über die Herausforderungen und Chancen der Stadtentwicklung zu fördern.
Kreative Ansätze für die Stadtentwicklung
Die Modellvorhaben beschäftigten sich mit raumrelevanten Fragestellungen und erarbeiteten kreative Lösungen für Themen wie die Revitalisierung von Brachflächen und klimaneutrale Energieversorgung. Interessanterweise weisen die erfolgreich umgesetzten Projekte einige gemeinsame Merkmale auf: die aktive Mitgestaltung durch Partner und Impulsgebende, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die frühzeitige und vielfältige Beteiligung der Bürger. Digitales Arbeiten und attraktive Angebote im öffentlichen Raum sind ebenfalls entscheidend, um die Ideen greifbar zu machen.
In diesem Zusammenhang wurde auch das Modellvorhaben „Let’s play Klimaanpassung“ in Brandenburg an der Havel abgeschlossen. Bei einem Abschlussdialog am 29. September 2025, an dem rund 30 Gäste teilnahmen, wurde das digitale Beteiligungsspiel „StadtSpielRaum“ vorgestellt. stadt-brandenburg.de informiert, dass Bürger:innen hiermit die Möglichkeit hatten, die südliche Bauhofstraße virtuell zu gestalten und klimaangepasste Elemente wie Bäume, Sträucher und smarte Bushaltestellen zu platzieren.
Erfolgreiche digitale Bürgerbeteiligung
Dieses Engagement brachte beachtliche Ergebnisse: In elf Wochen wurden 1.292 Spielstarts verzeichnet, wobei die durchschnittliche Spielzeit pro Teilnehmer bei 32 Minuten lag. Besonders beliebt waren Straßenlaternen und Bäume, mit denen die Teilnehmenden die Gestaltung der Straßen optimieren wollten. Dabei konnten sie die Auswirkungen von Extremwetterereignissen simulieren und lernten, welche Zusammenhänge zwischen Klima, Raum und Nutzungskonflikten existieren. Das Projekt zeigte nicht nur die hohe Mobilisierung der Bürger:innen, sondern auch die Möglichkeiten digitaler Beteiligung: Workshops mit Schülergruppen und ein Austausch im Rahmen von Videokonferenzen ergänzten das digitale Angebot.
Die aus diesen Erfahrungen gewonnenen Erkenntnisse fließen in die zukünftige Planung der Bauhofstraße ein und bieten wertvolle Ansätze für andere Städte. Der Einsatz eines übertragbaren, Open-Source-basierten Beteiligungstools zeigt, dass die digitalen Wege der Partizipation zukunftsträchtig sind.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Initiative „Meine Stadt der Zukunft“ die Städte Brandenburgs bereitwillig auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Mit innovativen Ansätzen und dem aktiven Engagement der Bürger:innen wird der klimagerechte und gesellschaftlich zusammenhaltende Umbau unserer Städte greifbar.