Brandenburgs Radverkehr: Konferenz bringt frischen Schwung für 2030!
Die Landesradverkehrskonferenz 2025 in Wildau diskutiert Strategien zur Stärkung des Radverkehrs in Brandenburg und feiert 10 Jahre AGFK.

Brandenburgs Radverkehr: Konferenz bringt frischen Schwung für 2030!
In Wildau hat am 19.07.2025 die Landesradverkehrskonferenz 2025 stattgefunden, ein wichtiges Treffen für alle, die sich für den Radverkehr in Brandenburg einsetzen. Hier haben sich Verkehrsexpertinnen und -experten zusammengefunden, um die aktuellen Trends und Herausforderungen im Radverkehr zu diskutieren. Mit dem Motto „Radverkehr verbindet – Strategien, Projekte und Akteure in Brandenburg“ am ersten Tag und „Fahrradtourismus neu gedacht – Trends, Technik, Teams“ am zweiten Tag, war die Bandbreite der Themen enorm. Über 250 Teilnehmende, darunter Radverkehrsakteure aus Bund, Land und Kommunen, haben sich austauschen können und so das Radfahren in der Region weiter voranbringen wollen, wie cityreport berichtet.
Ein besonderes Highlight war die Feier des 10-jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Brandenburg (AGFK). Verkehrsstaatssekretärin Dr. Ina Bartmann nutzte die Gelegenheit, um die Stärkung des Radverkehrs in Brandenburg in den Vordergrund zu rücken. Ihr Ziel ist es, noch mehr Menschen für das Radfahren zu begeistern, um die Mobilitätswende mit frischem Schwung zu unterstützen. Ein hierzu wesentliches Element ist das Herzstück der Radverkehrsstrategie 2030: das „Radnetz Brandenburg“, welches für durchgängige und komfortable Radverbindungen in der Region sorgen soll.
Viele Projekte für die Radverkehrsinfrastruktur
Aktuell listet Brandenburg mehr als 3.500 Einzelprojekte zur Radverkehrsförderung, die passionierte Radfahrerinnen und Radfahrer begeistert. Bis zum Jahr 2030 werden rund 85 Millionen Euro in die Radverkehrsinfrastruktur investiert. Hierzu passen auch die 18 Millionen Euro im Jahr 2025, die für den Bau und die Erhaltung von Radwegen bereitgestellt werden. Diese Bemühungen wurden auch von Christian Hirte (MdB) angesprochen, der die Unterstützung des Radverkehrs durch das Bundesministerium für Verkehr hervorhob. Die ambitionierten Ziele sind Teil einer überarbeiteten Mobilitätsstrategie, die darauf abzielt, den Anteil des Umweltverbundes von 40% auf 60% bis 2030 zu erhöhen, wie die Brandenburger Homepage mil.brandenburg.de informiert.
Ein weiterer Schritt hin zu einer verbesserten Radverkehrsstrategie ist die Neukonzeption der Radverkehrsstrategie 2030. Der Brandenburger Landtag hat dazu auch einen „Radverkehrs-Antrag“ eingebracht, der in die Zielsetzungen einfließt. Erste Maßnahmen werden durch eine Potenzialanalyse von Radschnellverbindungen angegangen, die helfen sollen, die Kosten für selbständige Radwege genauer abzuschätzen.
Innovationen und neue Ansätze
Besonders spannend sind die Innovationsansätze, wie die Einführung einer Lastenradprämie seit 2021, die bis 2022 fortgesetzt wurde. Das Ziel dahinter ist klar: Lastentransporte auf Lastenräder verlagern, was nicht nur den Verkehrsfluss verbessert, sondern auch die Lebensqualität und Umweltbedingungen in den Städten aufwertet. Durch einen Zukunftsinvestitionsfonds will das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung zusätzliche Fördermittel für kommunale Radwege bereitstellen, was die Radverkehrsinfrastruktur weiter stärken könnte.
Ein Pilotprojekt, das besonders interessiert, ist das modulare Fahrradparken. Hierbei sollen Fahrradparkanlagen in Holzbauweise errichtet werden, um praktische Lösungen für die Abstellung von Fahrrädern zu schaffen. Bis 2026 sollen fast 2.440 neue Radabstellplätze entstehen. Zudem wird auch der Fußverkehr genauer unter die Lupe genommen, wie das Pilotprojekt „Fußverkehrschecks“ zeigt, das in Kommunen wie Frankfurt (Oder), Finsterwalde und Zeuthen durchgeführt wird.
Insgesamt zeigt die Landesradverkehrskonferenz 2025, dass in Brandenburg kräftig am Radverkehr gefeilt wird. Mit einem klaren Fokus auf Modernisierung und Zugänglichkeit wird das Radfahren zu einem wichtigen Teil der Mobilität im Land. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Radverkehrsinfrastruktur und die Begeisterung der Bürgerinnen und Bürger weiter entwickeln werden.