Brandenburgs Krankenhäuser setzen auf Telemedizin: Erfolgreiche Förderung in Sicht!

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Brandenburg fördert mit dem Krankenhausstrukturfonds den Ausbau von Telemedizin und Notfallstrukturen bis 2025.

Brandenburg fördert mit dem Krankenhausstrukturfonds den Ausbau von Telemedizin und Notfallstrukturen bis 2025.
Brandenburg fördert mit dem Krankenhausstrukturfonds den Ausbau von Telemedizin und Notfallstrukturen bis 2025.

Brandenburgs Krankenhäuser setzen auf Telemedizin: Erfolgreiche Förderung in Sicht!

In Brandenburg zeigt sich ein reges Interesse an Förderungen aus dem Krankenhaustransformationsfonds des Bundes. Wie das Ärzteblatt berichtet, haben bis zum 11. Juli 2025 insgesamt 32 Krankenhausträger mit 35 Klinikstandorten ihr Interesse an einer finanziellen Unterstützung bekundet. Im Fokus stehen der Ausbau der Telemedizin sowie die Konzentration von Fachbereichen und der Aufbau von Notfallstrukturen. Dabei sind insbesondere 62 Nennungen für die Telemedizin verzeichnet worden, während die Vorhaben zur Konzentration und Notfallstrukturen jeweils 26 Mal erwähnt wurden.

Es fällt auf, dass beeindruckende 67 % des geplanten Investitionsvolumens für die Konzentration stationärer Versorgungskapazitäten vorgesehen sind. Lediglich 7,88 % entfallen auf die Telemedizin, während für Notfallstrukturen 10,23 % eingeplant sind. Die Auswertung der Interessenbekundungen erfolgt bis Ende August 2025, gefolgt von einer Priorisierung der förderfähigen Vorhaben für die Anträge beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS). Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, dass die Gesundheitslandschaft in Brandenburg nicht nur modernisiert, sondern auch effizient aufgestellt wird.

Telemedizin als Chance

Ein zentraler Aspekt der geplanten Umstrukturierungen ist die Ausweitung telemedizinischer Leistungen. Der DGTelemed hebt hervor, dass die Förderung telemedizinischer Netzwerkstrukturen eine Schlüsselrolle spielt. Im Rahmen der Krankenhausreform wird etwa eine Summe von bis zu 50 Milliarden Euro bis 2035 zur Verfügung stehen, um effizientere Versorgungsstrukturen durch Telemedizin zu unterstützen. Dieser Transformationsfonds umfasst unter anderem IT-Infrastruktur, zusätzliche Personalkosten und Baumaßnahmen.

Die Telekonsile und telemedizinischen Behandlungen sollen nicht nur lokal, sondern deutschlandweit medizinische Expertise für die Patienten bereitstellen. Prof. Dr. med. Gernot Marx, Vorstandsvorsitzender der DGTelemed, bezeichnet die aktuellen Entwicklungen als einen Durchbruch für die Krankenhauslandschaft. Ein umfassendes Engagement für regionale Versorgungsnetze zeigt sich nicht nur in der Telemedizin, sondern auch in der Notwendigkeit, die Rolle von Vermittlungsplattformen und telemedizinischen Zentren klar zu definieren.

Die Gesundheitsreform im Blick

Das deutsche Gesundheitssystem versorgt rund 83 Millionen Bürger und besteht aus etwa 1.900 Krankenhäusern, über 160.000 ambulanten Ärzten sowie mehr als 18.000 Apotheken. Die Struktur ist dreigliedrig: der gesetzliche Rahmen wird vom Staat vorgegeben, es gibt eine organisatorische Selbstverwaltung durch Gremien, und die konkrete Versorgung wird durch die Gesundheitseinrichtungen sichergestellt. Ein solides Fundament also, das dennoch vor Herausforderungen steht, wie Statista anmerkt.

Mit den steigenden Gesundheitsausgaben von rund 497 Milliarden Euro, die etwa 13 % des BIP ausmachen, ist eine Effizienzsteigerung und digitale Transformation notwendig. Der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt bei 14,6 % und belastet sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. angesichts eines dualen Systems, das sowohl gesetzliche als auch private Krankenversicherungen umfasst, stellt sich die Frage nach der nachhaltigen Finanzierung und einem solidarischen Ausgleich in der Gesundheitsversorgung.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Brandenburg auf einem guten Weg ist, sich im Rahmen der Krankenhausreform neu aufzustellen. Dabei spielt die Telemedizin eine immer wichtiger werdende Rolle. Die kommenden Monate werden zeigen, wie die unterschiedlichen Vorhaben priorisiert werden und in welche Richtung sich das Gesundheitswesen in der Region entwickelt.