Potsdams neue OB Noosha Aubel kämpft mit ersten Herausforderungen!
Potsdam erlebt politische Herausforderungen: Neue OB Noosha Aubel meistert ihren Start und konfrontiert kontroverse Themen.

Potsdams neue OB Noosha Aubel kämpft mit ersten Herausforderungen!
Die neue Oberbürgermeisterin von Potsdam, Noosha Aubel, hat vor einem Monat ihren Dienst angetreten und erlebt nun einen turbulenten Start. In ihren ersten vier Wochen stellte sie sich gleich mehreren Herausforderungen. Ein Highlight war die erste Stadtverordnetenversammlung und die Eröffnung des Weihnachtsmarktes. Doch unterm Strich hat die parteilose Politikerin mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, wie der Tagesspiegel berichtet.
Besonders brisant ist die Situation rund um den Beigeordneten Bernd Rubelt, der mit umstrittenem Verhalten bei einer Veranstaltung für Schlagzeilen sorgte. Auch die ungeklärte Staubplage an der Pestalozza-Grundschule in Groß Glienicke sorgt für Unruhe, während es bei den Potsdamer Verkehrsbetrieben ViP Streitigkeiten bezüglich des Umbaus des Betriebshofs gibt. Hinzu kommen antisemitische Vorwürfe gegen eine neue Ausstellung im Fluxus-Museum, die für Spannungen im Rathaus sorgen.
Finanzierung und politische Herausforderungen
Aubel sieht sich auch mit schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen konfrontiert. Die knappe Stadtkasse und die angespannten Wohnungsmarktverhältnisse stellen weitere Belastungen dar. Ein Beschluss zur Finanzierung des kostenlosen Lastenfahrradverleihs „Flotte P“ wurde gegen ihren Willen gefasst, doch die Stadt hat beschlossen, diesen nicht anzufechten. Darüber hinaus gibt es Fragen zur Unterstützung Aubels in einem SPD-dominierten Umfeld, da sie keine eigenen Vertrauten ins Rathaus mitgebracht hat.
Anlässlich ihrer Amtsübernahme gab Aubel auch bekannt, dass sie die neuen, höheren Wasserpreise nicht vor Weihnachten verkünden wird und plant, den Vertrag über die Wasserversorgung mit der Stadtwerke-Tochter EWP zu kündigen. Die nächste reguläre Stadtverordnetenversammlung, in der viele dieser Themen angesprochen werden dürften, findet bereits nächsten Mittwoch statt.
Rechtliche Auseinandersetzung und Oberbürgermeisterwahl
Ein weiteres Themenfeld, das die Oberbürgermeisterin betrifft, sind frühere Vorwürfe gegen sie, die jetzt aufgearbeitet werden. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat die Ermittlungen gegen Aubel aufgrund von Vorteilsannahme eingestellt. Es gab Vorwürfe, sie hätte Gratis-Tickets für Sport- und Kulturveranstaltungen angenommen. Doch MAZ Online berichtet, dass der Verdacht in fast allen Fällen nicht bestätigt werden konnte, und in einem Einzelfall wurde der Vorwurf aufgrund von Geringfügigkeit nicht weiter verfolgt. Aubel äußerte Dank für die Kooperation der Staatsanwaltschaft und plant, zukünftig noch transparenter mit solchen Angelegenheiten umzugehen.
Schließlich wird Aubel auch als mögliche Kandidatin für die kommende Oberbürgermeisterwahl im Herbst gehandelt. Inzwischen hat der Wahlausschuss die Bewerber für die Wahl am 21. September 2025 bekannt gegeben. Zu den zugelassenen Kandidaten zählen neben Aubel auch Severin Fischer von der SPD, Clemens Viehrig von der CDU und viele andere, wie Potsdam.de auflistet.
Mit rund 143.000 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern wird eine spannende Wahl erwartet. Zeigen sich die Herausforderungen für Aubel in der kommunalen Politik, wird die Zeit auch zeigen, wie sie die Wählerinnen und Wähler von ihren Fähigkeiten überzeugen kann.