In Potsdam wird es bunt: Das Ideen-Budget 2026 bringt frischen Wind in die Stadt. In der Innenstadt, der Berliner-, Nauener-, Jäger- und Brandenburger Vorstadt sowie in Potsdam West werden fünf neue Vorhaben umgesetzt, die durch das Engagement der Bürger:innen entstanden sind. Bei einer öffentlichen Veranstaltung im Treffpunkt Freizeit wurden nun die Ergebnisse bekannt gegeben, die aus insgesamt 27 eingereichten Vorschlägen hervorgingen. 19 dieser Vorschläge erfüllten die formalen Kriterien und wurden zur Abstimmung zugelassen. Das Online-Voting im Februar verzeichnete beeindruckende 2.609 Teilnehmende, die über die Projekte abstimmten, die nun mit Unterstützung des Ideen-Budgets realisiert werden.
Die fünf Projekte, die die meisten Stimmen erhielten, sind vielfältig und zeigen das Engagement der Potsdamer Bevölkerung. Die Ausstellung „Familien wie wir“ im Treffpunkt Freizeit wird Familien mit und ohne Behinderung porträtieren. Das Projekt „Bäume für alle“ in der Kleingartenanlage „Am Hinzenberg e.V.“ plant das Pflanzen von neun zusätzlichen Obstbäumen. Mit „Havel-Blick-Storys“ im Kunstgriff 23 sollen Menschen verschiedener Generationen zusammengebracht werden, um Eindrücke entlang der Havel künstlerisch festzuhalten. Das „FFF 2.0 – Ein solidarisches Jugendkulturfestival“ im Rechenzentrum Potsdam fördert junge Kultur, Musik und gesellschaftlichen Dialog. Schließlich wird das Projekt „Aus Fremden wird Nachbarschaft“ ein Feriencamp in der Stormstraße anbieten, das Raum für Begegnung und gemeinsames Erleben schafft. Alle fünf Vorhaben sollen bis Ende 2026 umgesetzt werden.
Ein starkes Zeichen für Bürgerengagement
Uwe Rühling vom Treffpunkt Freizeit äußert sich positiv über die hohe Beteiligung und das Engagement in den Stadtteilen. Das Ideen-Budget ist eine wichtige Initiative, die es den Menschen ermöglicht, aktiv an der Gestaltung ihrer Stadtteile mitzuwirken. Die Landeshauptstadt Potsdam stellt für 2026 insgesamt 120.000 Euro für das Ideen-Budget zur Verfügung, die auf sechs Orte und Zielgruppen aufgeteilt werden. Auch die Möglichkeit, bis zu 5.000 Euro für jeden Vorschlag anzufordern, zeigt, wie ernst es der Stadt mit der Förderung von kreativen Ideen ist.
Bürger:innen können ihre Vorschläge und Projekte über ein Online-Formular oder lokale Kooperationspartner einreichen. Die Fristen sind dabei gestaffelt: Senior:innen haben bis zum 31. Dezember 2025 Zeit, Vorschläge beim Büro des Seniorenbeirats einzureichen. Für Fahrland, Neu Fahrland, Krampnitz und Kartzow sind Ideen bis zum 15. Januar 2026 willkommen, während aus der Waldstadt bis zum 14. Februar 2026 eingereicht werden kann. Projekte, die Menschen mit Behinderungen zugutekommen, können bis zum 15. März 2026 eingereicht werden. Dies alles zeigt, dass die Stadt Potsdam ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Bürger:innen hat und die Stärkung von Gemeinschaft und Bürgerengagement im Fokus steht.
Engagement als Grundlage für Lebensqualität
Das Engagement der Bürger:innen ist entscheidend für die Lebendigkeit und Lebensqualität in Gemeinden und Städten in Deutschland. Die Friedrich-Ebert-Stiftung betont, dass dieses Engagement regelmäßige und systematische Förderung benötigt. Ein neuer Leitfaden zur Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements in Kommunen bietet konkrete Werkzeuge und Methoden zur Stärkung des demokratischen Engagements vor Ort. Dieser Leitfaden enthält praxisorientierte Ansätze und bewährte Verfahren, die den Städten helfen, das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und demokratische Teilhabe zu intensivieren. Es ist ein starkes Zeichen, dass Potsdam mit dem Ideen-Budget 2026 eine Plattform bietet, um diese Prinzipien in die Tat umzusetzen.
Für weitere Informationen zum Ideen-Budget und zur Mitgestaltung in Potsdam können Interessierte die Webseite www.potsdam.de/ideen-budget besuchen. Auch die Webseite https://nag-brandenburg.de bietet wertvolle Informationen zu den Möglichkeiten der Mitgestaltung in Potsdam. Das Engagement der Bürger:innen wird auch durch die geplanten Stadtteilräte zur Ergänzung der bestehenden Ortsbeiräte unterstützt, die einen weiteren Schritt in Richtung einer lebendigen und partizipativen Stadtgesellschaft darstellen.



