Entdecken Sie Potsdams geheimnisvolle Erdgeschichte im Naturkundemuseum!
Erfahren Sie mehr über Potsdams geologische Vergangenheit beim Vortrag im Naturkundemuseum am 6. Januar 2026 mit Dr. Stackebrandt.

Entdecken Sie Potsdams geheimnisvolle Erdgeschichte im Naturkundemuseum!
Was gibt’s Neues in Potsdam? Am Dienstag, dem 6. Januar 2026, lädt das Naturkundemuseum zu einem spannenden Vortrag unter dem Titel: „Entdeckungen unter märkischem Sand – eine Zeitreise durch Potsdams Erdgeschichte“. Der erfahrene Geologe Dr. Werner Stackebrandt, der bis 2013 Chef des Geologischen Dienstes von Brandenburg war, wird die Zuhörer auf eine Entdeckungstour durch die geologische Geschichte Brandenburgs mitnehmen. Dabei stehen Entwicklungen der letzten 300 Millionen Jahre auf dem Programm, die das Landschaftsbild geprägt haben. Die Veranstaltung findet von 15:00 bis 16:30 Uhr statt, und für nur 2,50 Euro Teilnahmegebühr (plus Museumseintritt) können Interessierte mehr über die geologischen Prozesse erfahren, die unser Land so facettenreich machen. Wer teilnehmen möchte, kann sich telefonisch unter 0331 289-6707 anmelden.
Eine Besonderheit des Vortrags ist die anschauliche Bildexkursion, die Dr. Stackebrandt mit mehreren eindrucksvollen Abbildungen ergänzen wird. Die Veranstaltung gehört zur Reihe „Grüne Stunde für Erwachsene“, die einmal im Monat interessante Themen rund um die Natur bietet. Wer also noch mehr erfahren möchte, kann sich auf folgende Termine freuen: Im Februar steht Christin Großmann mit „Tiere und Pflanzen des Jahres 2026“ auf dem Programm, gefolgt von Larissa Goebel, die im März über „Spinnen – ein Hoch auf die Achtbeiner!“ referieren wird. Dr. Susanne Winter wirft im April einen Blick auf „Brandenburgs verborgene Schätze – Naturparks und Biosphärenreservate im Fokus“, und im Mai erklärt Claudia Zesche‑Göpfert die „Wildkräuter – Essbare Vielfalt im Frühling“.
Geologische Hintergründe
Die geologische Vielfalt Brandenburgs ist beeindruckend und spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Region. Brandenburg und Berlin liegen im Norddeutschen Tiefland, das stark durch skandinavisches Inlandeis während der Eiszeiten geformt wurde. Besonders faszinierend sind die mehr als 300 Millionen Jahre alten Schichten, die Einblicke in die Erdgeschichte gewähren. Sechs Stellen in Brandenburg weisen geologisch alte Festgesteine auf, darunter Quarzite und Grauwacken, die vor allem in Südbrandenburg zu finden sind. Diese Gebiete, zum Beispiel rund um den Koschenberg und Großthiemig, sind nicht nur geologisch interessant, sondern auch beliebte Ausflugsziele für Naturfreunde.
Die geologische Entwicklung Brandenburgs ist im Detail in Fachliteratur festgehalten. Das umfangreiche Werk „Geologie von Brandenburg“, herausgegeben von Dr. Werner Stackebrandt, bietet auf 805 Seiten tiefgehende Einblicke und behandelt verschiedene Fachgebiete. Es zeigt die geologische Position Brandenburgs und beleuchtet das Zusammenspiel von Gesteinen und Ablagerungen über Jahrmillionen hinweg. Die verschiedenen Kapitel gehen unter anderem auf die stratigraphische Entwicklung und die Strukturgeologie ein, was für Geologie-Interessierte von großem Wert ist.
Der Einfluss der Eiszeiten
Ein besonderer Blickfang für die Naturfreunde ist, wie die Eiszeiten das heutige Landschaftsbild mit prägenden Moränen, Äckern und Moore beeinflusst haben. Die Elstereiszeit hat tiefen Einfluss auf die Beschaffenheit der Böden in der Region gehabt. Die Überlagerungen von Sedimenten zeugen von einer bewegten Vergangenheit: So sind die Böden in Brandenburg höchst unterschiedlich in ihrer Ertragsfähigkeit – fruchtbare Gebiete finden sich vor allem auf dem Fläming und der Uckermark, während die Schmelzwassersandflächen dünnere Böden aufweisen.
Die kommende Veranstaltung im Naturkundemuseum ist demnach nicht nur ein Erlebnis für Geschichtsliebhaber, sondern auch eine hervorragende Gelegenheit, um mehr über die geologischen Geheimnisse dieser Region zu erfahren. Neugierige Besucher sind herzlich willkommen, am Dienstag, dem 6. Januar, einen Blick unter den märkischen Sand zu werfen und mehr über die atemberaubende Erdgeschichte Potsdams zu entdecken!
Das Naturkundemuseum befindet sich in der Breite Straße 131, 14467 Potsdam, und hat von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Anfahrt mit dem Bus über die Linie 695 zur Haltestelle „Naturkundemuseum“ ist empfehlenswert, da sich der Eingang nur 100 Meter entfernt befindet.