Wenn man am 17. Januar 2026 in Potsdam unterwegs ist, kann man sich über die aktuelle Luftqualität informieren. In der Stadt wird die Luftqualität insbesondere hinsichtlich des Feinstaubs (PM10) genau überwacht. Diese Daten liefert unter anderem eine Messstation im Potsdamer Zentrum, die regelmäßig die Werte prüft. Der Grenzwert für PM10 liegt dabei bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, dieser darf jährlich höchstens 35-mal überschritten werden. Ganz schön striktes Regelwerk, das hier gilt!

Die Überwachung der Luft erfolgt über drei Hauptwerte: Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon. Wie maz-online.de berichtet, gibt es dabei verschiedene Grenzwerte, wonach die Luftqualität klassifiziert wird. Wenn der Wert für Stickstoffdioxid über 200 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt, ist die Qualität als „sehr schlecht“ einzustufen. Auch bei Feinstaub sieht es nicht anders aus: Über 100 Mikrogramm bedeutet ebenfalls „sehr schlecht“.

Aktuelle Messwerte und Empfehlungen

Sofern die Luftqualität in Potsdam als „schlecht“ eingestuft wird, sollten besonders empfindliche Personen körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden. Auch das Silvesterfeuerwerk, das zu einem Anstieg der Feinstaubbelastung führt, spielt eine Rolle: Jedes Jahr werden durch Feuerwerkskörper etwa 2050 Tonnen Feinstaub emittiert, wovon 1500 Tonnen allein in der Silvesternacht freigesetzt werden. Dieser Effekt ist nicht zu vernachlässigen, auch wenn er im Vergleich zu anderen jährlichen Belastungen oftmals weniger ins Gewicht fällt.

Apropos Belastung: Was sagt eigentlich der Air Quality Index (AQI)? Mit einer Echtzeitbewertung gibt er die Luftqualität an und bewegt sich in einer Skala, die von „gut“ bis „gefährlich“ reicht. Wenn man auf waqi.info schaut, findet man klare Richtlinien, wie man sich bei unterschiedlichen AQI-Werten verhalten sollte. Bei einem Wert von 0 bis 50 gilt die Luftqualität als gut, während Werte über 200 einen „Notfallwarnung“ darstellen, bei der jeder Outdoor-Anstrengungen meiden sollte.

Luftverschmutzung im Überblick

In Deutschland hat sich die Lage zur Luftqualität zwar verbessert. Laut statista.com sind die Emissionen von Schadstoffen in den letzten 30 Jahren um etwa 64% gesunken. Doch trotz dieser Fortschritte gibt es immer noch Städte, in denen die Grenzwerte regelmäßig überschritten werden. Beispiele sind München und Essen, die mit einer schlechten Luftqualität zu kämpfen haben.

Der Rückgang der Schadstoffe, vor allem bei Kohlenmonoxid und Ammoniak, gibt Anlass zur Hoffnung, doch der Druck bleibt. Naturbelassene Gebiete und eine intakte Flora und Fauna sind essentielle Ziele, die es zu erreichen gilt, um auch für zukünftige Generationen eine gesunde Umwelt zu sichern.

Die gute Nachricht: Trotz aller Herausforderungen können wir heute schon aktiv auf die Luftqualität Einfluss nehmen, indem wir beispielsweise auf den Autofahrer verzichten und stattdessen auf das Rad umsteigen oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.