12-jähriger Junge in Potsdam durch Kugelbombe schwer verletzt!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Ein 12-jähriger Junge aus Potsdam wurde durch den unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich am 2. Januar 2026 auf einem Sportplatz.

Ein 12-jähriger Junge aus Potsdam wurde durch den unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich am 2. Januar 2026 auf einem Sportplatz.
Ein 12-jähriger Junge aus Potsdam wurde durch den unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich am 2. Januar 2026 auf einem Sportplatz.

12-jähriger Junge in Potsdam durch Kugelbombe schwer verletzt!

Am Donnerstag nachmittag ereignete sich auf einem Sportplatz im Potsdam Neubauviertel „Am Stern“ ein tragischer Vorfall, der die Sicherheit von Feuerwerkskörpern ins Rampenlicht rückt. Ein 12-jähriger Junge aus Potsdam wurde lebensgefährlich verletzt, als er versuchte, eine Kugelbombe zu entzünden, die zuvor als Blindgänger entdeckt worden war. Die unerwartete Explosion führte zu schlimmen Verletzungen: Der Junge verlor alle Finger seiner rechten Hand und erlitt schwerste Schäden im Bauch- und Unterleibsbereich sowie gravierende Verbrennungen an den Augen und Ohren. Momentan ist er im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) und sein Zustand hat sich etwas stabilisiert, er ist mittlerweile außer Lebensgefahr und bei Bewusstsein, wie Bild berichtet.

Der Notruf wurde um 15:52 Uhr abgesetzt, nachdem der Junge und ein Freund auf den nicht gezündeten Pyrogegenstand gestoßen waren. Ob es sich bei diesem Feuerwerk um eine illegale Kugelbombe handelt, wird derzeit untersucht. Parallel zu diesem Vorfall wurden am selben Tag noch fünf weitere Bölleropfer im UKB behandelt, darunter ein Kind, das ebenfalls durch eine Kugelbombe verletzt wurde.

Kugelbomben in der Kritik

Kugelbomben sind kein neues Phänomen, ihre Gefährlichkeit ist jedoch nicht zu unterschätzen. Diese speziellen Pyrotechniken sind in Deutschland nur für geschulte Fachleute zugelassen und dürfen nur von Personen ab 21 Jahren genutzt werden. Der Name „Kugelbombe“ kommt von ihrer charakteristischen kugelförmigen Form. Beim unsachgemäßen Gebrauch oder bei technischen Defekten können sie verheerende Folgen haben, die vom Verlust eines Körperteils bis hin zu lebensbedrohlichen Verletzungen reichen, wie die Erfahrungen aus der Silvesternacht 2024 belegen, als ein siebenjähriger Junge in Berlin-Tegel lebensgefährlich verletzt wurde. Ein weiterer fataler Vorfall ereignete sich, als ein 24-Jähriger in Geseke beim Zünden einer Kugelbombe starb, so n-tv.

Die Pyrotechniker warnen vor den Risiken, insbesondere da Kugelbomben in der Silvesternacht für mehrere Todesfälle verantwortlich waren. Ein Beispiel ist der tragische Tod eines Mannes aus Ostwestfalen, der eine Kugelbombe zündete, die legal aus China importiert und über eine App verkauft wurde. Solche Vorfälle werfen ein grelles Licht auf die Sicherheit beim Umgang mit Feuerwerk und die leichtfertige Verbreitung von gefährlichen Böllern, die in Online-Plattformen wie TikTok und über soziale Medien verkauft werden, wie ZDF berichtet.

Strengere Gesetze gefordert

Die Gefährlichkeit dieser Pyrotechnik hat in den letzten Jahren zu Forderungen nach einem umfassenden Böllerverbot in Deutschland geführt. Während die politischen Entscheidungsträger noch über Maßnahmen streiten, haben bereits einige Nachbarländer, wie die Niederlande, Gesetze zur Verschärfung des Umgangs mit Pyrotechnik eingeführt. Ab Silvester 2026/2027 wird privates Feuerwerk dort verboten.

Die aktuelle Situation bringt sowohl Eltern als auch die lokale Gemeinschaft in ein gewisses Unbehagen bezüglich der Sicherheit im Umgang mit Feuerwerkskörpern. Es bleibt zu hoffen, dass Vorfälle wie der in Potsdam helfen, das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen und entsprechende Maßnahmen zur Sicherheit im Umgang mit Pyrotechnik zu ergreifen.