In der Stadt Werder (Havel) wird derzeit der Katastrophenschutz auf Herz und Nieren geprüft. Die lokale Übung, die das Szenario eines großflächigen und langanhaltenden Stromausfalls – eines sogenannten Blackouts – simuliert, zielt darauf ab, das Zusammenspiel der ehrenamtlichen Aktiven im Katastrophenschutzleuchtturm zu trainieren und zu verstetigen. Diese Übung findet im Rahmen eines umfassenden Konzepts statt, das darauf abzielt, die Bevölkerung auf Notfallsituationen vorzubereiten und die Funktionalität des Katastrophenschutzleuchtturms zu demonstrieren. Ein wichtiges Element dieser Infrastruktur ist es, im Ernstfall Informationen bereitzustellen, Notrufe zu ermöglichen, Endgeräte zu laden, Essen aufzuwärmen und Zugang zu Trinkwasser zu bieten. Quelle.

Rund 40 freiwillige Beobachter aus dem Brand- und Katastrophenschutz begleiten die erste Übung und simulieren dabei verschiedene Bedürfnisse und Situationen. Die Bürger sind eingeladen, diesen Testlauf zu begleiten, den Leuchtturm kennenzulernen und sich als Statisten einzubringen. Interessierte können sich bis zum 30. April bei Projektleiter Philipp Konopka per E-Mail anmelden. In Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landkreis werden die Angebote des Leuchtturms sowie die Krisenvorsorge im privaten Umfeld vorgestellt. Unterstützung erhält das Projekt durch den Werderaner Edeka-Markt und dessen Geschäftsführerin Katrin Schneider, die zeigt, welche Lebensmittel für eine stabile Eigenvorsorge benötigt werden.

Die Rolle der Ehrenamtlichen

Der Katastrophenschutz in Deutschland ist stark auf ehrenamtliche Helfer angewiesen. Über 1,7 Millionen Bürger engagieren sich in diesem Bereich, wobei mehr als 90% ehrenamtlich tätig sind. Diese Helfer sind speziell ausgebildet und bereit, in Notfällen zu helfen. In Hessen, wie auch in anderen Bundesländern, ist die Unterstützung durch Ehrenamtliche unerlässlich. Regelmäßige Übungen, wie die FraRescueFusion, sind Teil der Vorbereitung auf mögliche Katastrophen. Martin Rößler, Staatssekretär für Inneres, Sicherheit und Heimatschutz in Hessen, lobt das Engagement der Helfer und hebt die Bedeutung von Teamwork bei Katastrophen hervor. Quelle.

Die aktuelle Übung in Werder (Havel) ist ein Beispiel für den zunehmenden Einsatz von Ehrenamtlichen im Katastrophenschutz. Die Herausforderungen, die demografische Veränderungen und eine nachlassende Bindung an Organisationen mit sich bringen, machen es notwendig, dass die Gemeinschaft zusammenarbeitet. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. setzt sich für eine höhere Wertschätzung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz ein und fördert Ausbildungsangebote für junge Menschen, um sie auf Aufgaben in Hilfsorganisationen vorzubereiten. Quelle.

Fazit und Ausblick

Die Übung im Katastrophenschutzleuchtturm in Werder (Havel) ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Krisenvorsorge in der Region. Sie verdeutlicht nicht nur die Notwendigkeit einer gut organisierten ehrenamtlichen Mitarbeit, sondern auch das große Engagement der Bürger, die bereit sind, in Notfällen zu helfen. Der Katastrophenschutz lebt von dieser Solidarität und der Bereitschaft, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Durch regelmäßige Übungen und Schulungen wird die Resilienz der Bevölkerung in Krisensituationen weiter gefestigt. In Anbetracht der Herausforderungen, die die Zukunft mit sich bringen könnte, ist es umso wichtiger, dass sich weiterhin viele Menschen engagieren und die notwendigen Fähigkeiten erwerben.