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Am Flughafen Berlin Brandenburg (BER fand kürzlich die Übung „Medic Quadriga 2026“ der Bundeswehr statt, die als größte Sanitätsübung seit Beginn des Ukrainekrieges gilt. Diese bedeutende Übung simulierte die vollständige Rettungskette im Falle eines NATO-Bündnisfalls, auch bekannt als Artikel-5-Szenario. Über 1000 Soldaten trainierten den Evakuierungstransport von Verwundeten aus Litauen nach Deutschland. Ein temporärer Aufnahmepunkt, auch Hub genannt, wurde am Flughafen eingerichtet, um die „verwundeten“ Soldaten zu sichten und für den Weitertransport in Kliniken vorzubereiten. Diese Übung fand in enger Zusammenarbeit mit Berlin, Brandenburg sowie verschiedenen zivilen Hilfs- und Rettungsorganisationen statt, darunter das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die mit 30 ehrenamtlichen Aktiven aus Potsdam-Mittelmark an der Übung beteiligt waren.

Die Übung bot nicht nur eine Möglichkeit, die Abläufe zur Einschätzung von „Verletzungen“ nach dem Triage-Verfahren zu testen, sondern auch, die Behandlung der Verwundeten in provisorischen Zeltkrankenstationen zu simulieren. Die Verwundeten wurden dabei nach Dringlichkeit in die entsprechenden Krankenhäuser transportiert. Deutschland ist in 61 Medical Task Forces (MTFs) für Krisenszenarien aufgeteilt, wobei Potsdam-Mittelmark zur MTF 17 gehört, die auch Teltow-Fläming und die Stadt Brandenburg umfasst. Landrat Marko Köhler drückte seinen Dank an die ehrenamtlichen Helfer im Landkreis aus und hob die Wichtigkeit solcher Übungen hervor.

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Ein umfassendes Einsatzszenario

Die Übung „Medic Quadriga 2026“ steht im Kontext der aktuellen sicherheitspolitischen Lage, die durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Herausforderungen geprägt ist. Die Bundeswehr betreibt am Flughafen BER einen medizinischen Hub, der von einer gemeinsamen Medical Taskforce der Bundeswehr sowie der Länder Berlin und Brandenburg betrieben wird. Mehr als 250 zivile Einsatzkräfte, darunter Organisationen wie Johanniter, Malteser und DRF Luftrettung, sind ebenfalls aktiv beteiligt. Dies zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren in Krisensituationen ist.

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Die Übung soll keine spürbaren Einschränkungen für die Öffentlichkeit mit sich bringen, sodass das normale Leben in Berlin und Brandenburg ungestört bleibt. Dabei wird ein militärischer Sicherheitsbereich am ExpoCenter Airport auf dem BER-Gelände eingerichtet, der während der Übung nicht zugänglich ist. Der Luftraum bleibt jedoch frei, auch wenn einzelne Luftfahrzeuge, wie ein Airbus A330 MRTT für Verwundetentransporte, zum Einsatz kommen. Alle dargestellten Verletzungen während der Übung sind simuliert, und die Bevölkerung ist zu keiner Zeit gefährdet.

Herausforderungen und Absagen

Leider wurde ein wichtiger Übungsflug mit dem Airbus A330 MRTT aufgrund der unsicheren Bedrohungslage im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten abgesagt. Diese Entscheidung zeigt die dynamischen Herausforderungen, mit denen die Bundeswehr konfrontiert ist. Trotz dieser Absage wird die Übung „Medic Quadriga 2026“ mit über 1000 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 250 zivilen Teilnehmern weiterhin stattfinden. Verteidigungsminister Boris Pistorius wird die Übung beobachten und sich hierzu äußern.

Insgesamt zeigt die Übung „Medic Quadriga 2026“ nicht nur die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr, sondern auch die Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit in Krisensituationen. Die Einbindung ziviler Versorger, Krankenhäuser und Blaulichtorganisationen ist entscheidend, um die Rettungskette im Ernstfall effizient zu gestalten. Wir sind gespannt, wie sich die Entwicklungen weiter gestalten und welche Lehren aus dieser Übung gezogen werden können. Für weitere Informationen zu dieser Übung können Sie die vollständige Meldung auf der Webseite des Landkreises Potsdam-Mittelmark nachlesen (hier).