Der Hüter der Erinnerungen: Kleinmachnows Fotofunktionär im Einsatz!
Erfahren Sie, wie Andreas Lippold aus Kleinmachnow seine Leidenschaft für Fotografie entdeckte und seine Sammlung digitalisierte.

Der Hüter der Erinnerungen: Kleinmachnows Fotofunktionär im Einsatz!
In der beschaulichen Gemeinde Kleinmachnow blüht das Interesse an der Fotografie dank eines Mannes, der mit Herzblut und Hingabe die Geschichte seines Heimatorts dokumentiert. Andreas Lippold, ein leidenschaftlicher Fotograf, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hunderte von Bildern zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seine Inspiration bekam er vor vielen Jahren von seinem Vater, der in der DDR-Zeit unzählige Fotos der Familie festhielt. Ein regelmäßiges Highlight in der Familie waren die Dia-Abende, die Andreas‘ Interesse für die Fotografie nachhaltig prägten, wie das Stadtblatt Online berichtet.
Mit einer geliehenen Exa-Kamera begann Lippold seine Reise in die Welt der Fotografie und erhielt später eine alte Kamera von seinem Vater, um seine ersten Schritte in der Dunkelkammer zu wagen. Im Jahr 1954 zog er von Dresden nach Kleinmachnow, wo ihn die Schönheit des Ortes fesselte. Durch einen Vortrag über die Kleinmachnower Schleuse inspiriert, begann er, die Umgebung fotografisch festzuhalten. Über die Jahre entwickelte er ein feines Gespür für die richtige Perspektive und dokumentierte so den Wandel seines Heimatorts.
Digitale Erinnerungen
Nach seinem Studium der Informationstechnik fand Lippold eine Anstellung im VEB Elektronische Bauelemente „Carl von Ossietzky“ in Teltow, doch das Fotografieren blieb seine große Leidenschaft. Die Wende brachte tiefgreifende Veränderungen mit sich, die ebenfalls in seinen Bildern gipfelten. Vor ein paar Jahren entschloss sich Lippold, sein umfangreiches Fotografie-Archiv zu digitalisieren. Dies stellte sich als ein zweijähriger Prozess heraus, der sich gelohnt hat.
Um seine Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen, lud Lippold einen Großteil seiner Sammlung auf Wikimedia hoch. „Ich möchte, dass die Kleinmachnower ihre alten Bilder ebenfalls digitalisieren und teilen,“ erklärt er. Neben seinen eigenen Bildern plant er, die restlichen Fotografien in den kommenden zwei Jahren hochzuladen, um eine umfassende visuelle Geschichtsstunde aus Kleinmachnow zu präsentieren.
Ein Aufruf an die Gemeinschaft
Andreas Lippold bietet nicht nur seine Bilder, sondern auch seine Unterstützung für andere an, die ihre eigenen Erinnerungen festhalten und digitalisieren möchten. Seine Selbstlosigkeit und der Wunsch, zur Gemeinschaft zu beitragen, stechen hervor und zeigen, welche Kraft in der dokumentarischen Fotografie steckt.
In Anbetracht der reichen Geschichte der Fotografie, die bis zur Antike zurückreicht – von der Erfindung der Camera obscura bis zur modernen digitalen Fotografie – wird deutlich, wie wichtig es ist, diese Kunstform nicht nur zu praktizieren, sondern auch die Ergebnisse für künftige Generationen zu bewahren. Die Fotografie hat sich im Laufe der Zeit von einem technischen Verfahren hin zu einem wichtigen Medium der Kunst und Kommunikation entwickelt und erlebt heute eine Renaissance. Lippolds Engagement ist ein Beispiel für die fortdauernde Relevanz und Schönheit dieser Kunstform, die schon Aristoteles kannte, wie unter anderem auch die Wikipedia erklärt.