In Bad Belzig wird das Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung großgeschrieben. Die Geschwister-Scholl-Grundschule wurde am 23. Februar 2026 im Beisein von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Dieser Titel ist eine Anerkennung für die konsequente Arbeit der Schule, die sich aktiv gegen Mobbing und Diskriminierung einsetzt, insbesondere aufgrund der Herkunft ihrer Schüler. Die Schülerin Valeska, eine engagierte Sechstklässlerin, hat sich bereits öffentlich gegen Mobbing ausgesprochen und steht damit stellvertretend für viele ihrer Mitschüler.

Der Anlass der Auszeichnung war das Gedenken an die antifaschistischen Geschwister Hans und Sophie Scholl, die für ihren Mut und Widerstand gegen das NS-Regime bekannt sind. Die Geschwister-Scholl-Grundschule reiht sich in ein bundesweites Netzwerk von rund 5.000 Schulen ein, die sich der 1995 gegründeten Kampagne angeschlossen haben, um aktiv gegen Diskriminierung einzutreten und die Menschenwürde zu fördern. Zu den weiteren Schulen im Hohen Fläming zählen das Fläming-Gymnasium Bad Belzig, die Gesamtschule Treuenbrietzen und die Wiesenburger Grundschule „Am Schlosspark“.

Engagement für Toleranz und Vielfalt

Die Lehrerin Stefanie Wolf betont die Bedeutung von Toleranz, Vielfalt und Zivilcourage in Schulen. An der Geschwister-Scholl-Grundschule haben etwa 30 % der Schüler nicht Deutsch als Muttersprache, was das Engagement für ein respektvolles Miteinander umso wichtiger macht. Die Schule hat spezielle Regeln gegen körperliche und seelische Gewalt eingeführt, und Streitschlichter stehen den Schülern bei Konflikten zur Seite. Zudem sind Unterrichtseinheiten zu fremden Kulturen und Religionen geplant, um das Verständnis füreinander zu fördern.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Anschaffung von Büchern zum Thema Rassismus in der Schulbibliothek und die Planung einer Ausstellung zur „Weißen Rose“. Fast 500 Schüler und über 50 Lehrer haben sich verpflichtet, respektvoll miteinander umzugehen. Handball-Profi Fabian Wiede und Sängerin Mandy Fredrich unterstützen die Initiative und ermutigen zur Offenheit und Inklusion. Besonders Mandy Fredrich hebt hervor, wie wichtig es ist, eine inklusive Schulkultur zu schaffen.

Bildung gegen Rassismus

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) bietet zahlreiche Unterrichtsmaterialien an, um Rassismus im Alltag zu erkennen und ihm entgegenzutreten. Diese Materialien helfen Schülern, Wissen über die Vorkommen und Funktionsweisen von Rassismus zu erlangen und ihre eigene Perspektive zu reflektieren. Projekte wie „Bildungslücke_Rassismus“ unterstützen Kinder und Jugendliche, die im Bildungsbereich von Rassismus betroffen sind. Das Projekt SCHOOL TALKS von hawar.help fördert antirassistische und demokratiefördernde Erziehungsarbeit an Schulen.

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Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bietet zudem Tipps zur langfristigen Sicherung der Projektarbeit und zur Veränderung der Schulkultur. Ein neuer Courage-Shop stellt Materialien für Unterricht und Aktionen bereit, darunter Bausteine, Themenhefte, Plakate und Pins. Diese Ressourcen sind wichtig, um das Engagement gegen Rassismus weiter zu stärken und die Schulkultur positiv zu verändern.

Das Engagement der Geschwister-Scholl-Grundschule und ähnlicher Einrichtungen zeigt, dass Bildung eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Rassismus spielt. Durch die Integration von Themen rund um Rassismus und Diskriminierung in den Schulunterricht können wir die nächste Generation sensibilisieren und empowern, um für eine gerechtere und inklusivere Gesellschaft einzutreten. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft im Netzwerk sind auf der Webseite von Schule ohne Rassismus verfügbar.

Für alle, die mehr über Rassismus als Thema im Schulunterricht erfahren möchten, bietet der Bildungsserver umfassende Materialien und Projekte, um die Thematik aufzugreifen und aktiv zu bearbeiten. Damit wird nicht nur das Wissen über Rassismus gefördert, sondern auch die Bereitschaft, sich aktiv dagegen zu engagieren.