Am 5. März 2026 wird im Bad Belziger Kulturzentrum die 36. Landesfrauenwochen in Potsdam-Mittelmark eröffnet. Landrat Marko Köhler wird die Veranstaltung einleiten und dabei die Relevanz zentraler Themen für Frauen hervorheben: gleiche Bezahlung, faire Arbeitsbedingungen, Schutz vor Gewalt, politische Teilhabe und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese Frauenwochen, die vom Frauenpolitischen Rat und den Gleichstellungsbeauftragten des Landes organisiert werden, sind ein bedeutender Anlass, um auf die Herausforderungen und Errungenschaften der Frauenbewegung aufmerksam zu machen.

Der Internationale Frauentag am 8. März, der im frühen 20. Jahrhundert entstanden ist, wird weltweit gefeiert und von den Vereinten Nationen als Tag für die Gleichstellung anerkannt. Köhler dankt der Gleichstellungsbeauftragten Fatma Haron für ihr Engagement und zitiert Artikel 3 Satz 2 des Grundgesetzes zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen. In diesem Jahr steht das Motto der Frauenwochen unter dem provokanten Titel „WTF – Wut trifft Feminismus“. Über 240 Veranstaltungen sind landesweit geplant, und das Programm ist vom Frauenpolitischen Rat veröffentlicht worden. (Quelle)

Vielfalt der Veranstaltungen im März

Im März finden zahlreiche Veranstaltungen rund um den Equal Pay Day, Equal Care Day und den Internationalen Frauentag statt. Frauen kämpfen nicht nur für gleiche Bezahlung, sondern auch für eine faire Verteilung der Care-Arbeit, Schutz vor sexualisierter Gewalt und Selbstbestimmung. Der Equal Pay Day 2026, der am 27. Februar stattfindet, symbolisiert den Zeitraum, den Frauen länger arbeiten müssen, um das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu erreichen. Der Gender Pay Gap in Deutschland beträgt seit 2024 16 Prozent, was die Dringlichkeit der angesprochenen Themen unterstreicht.

Am 1. März 2026 wird das 10-jährige Jubiläum des Equal Care Day gefeiert, das auf die Ungleichheit in der Care-Arbeit aufmerksam macht. Im Rahmen der Frauenwochen sind auch zahlreiche Workshops und Diskussionsrunden geplant, darunter ein Gleichstellungs-Lunch am 4. März mit dem Thema „Der Gender Pay Gap unter der Lupe“ und eine Podiumsdiskussion zur EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz am 6. März. Höhepunkte sind der Feministische Frauenkampftag am 8. März und ein Frauenstreik am 9. März 2026 für Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit. (Quelle)

Der Internationale Frauentag: Ein historischer Kontext

Der Internationale Frauentag wird bereits seit über 100 Jahren am 8. März gefeiert. Der erste internationale Frauentag fand 1911 in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz statt. Die Männer und Frauen, die sich dafür stark machten, waren maßgeblich, darunter Clara Zetkin und Käte Duncker, die eine zentrale Rolle bei der Etablierung des Frauentags spielten. Der Tag diente ursprünglich der Agitation für das Frauenwahlrecht und wurde 1921 auf den 8. März festgelegt. In vielen Ländern ist der Frauentag mittlerweile gesetzlicher Feiertag, auch in Deutschland, wo er in Berlin seit 2019 und in Mecklenburg-Vorpommern seit 2023 als Feiertag anerkannt ist.

Der Kampf um Gleichberechtigung ist nach wie vor relevant. Frauen in Deutschland haben seit 1918 das Wahlrecht, doch viele Hindernisse blieben bis weit ins 20. Jahrhundert bestehen, darunter die Notwendigkeit der Zustimmung des Ehemanns zur Berufstätigkeit bis 1958. Die feministische Bewegung hat zahlreiche Errungenschaften erkämpft, doch der Weg zu echter Gleichstellung ist noch nicht am Ende. Veranstaltungen wie die Landesfrauenwochen tragen dazu bei, den Dialog aufrechtzuerhalten und die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen zu lenken, die Frauen weiterhin begegnen. (Quelle)