In der beschaulichen Gemeinde Zeuthen wird derzeit ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Fußgängerbedingungen umgesetzt. Als eine von drei Kommunen, die an diesem Vorhaben teilnehmen, steht der Bereich Heinrich-Heine-Straße/Schillerstraße im Fokus. Dieser Abschnitt ist nicht nur ein Schulweg, sondern auch stark frequentiert von Autos. Der dort durchgeführte Fußverkehrscheck hat deutlich Sicherheits- und Barrierefreiheitsprobleme an den Knotenpunkten aufgezeigt. Verkehrsminister Detlef Tabbert betonte die Bedeutung sicherer Fußwege für die Lebensqualität und moderne Verkehrspolitik. Bürgermeister Philipp Martens berichtete von klaren Ergebnissen und einem dringenden Handlungsbedarf, insbesondere bei sicheren Querungen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen, die aus diesem Projekt hervorgehen, ist die geplante Lichtsignalanlage für die Kreuzung Schillerstraße/Heinrich-Heine-Straße, für die bereits ein Förderantrag gestellt wurde. Zeuthen, als Pendlerkommune, sieht sich steigendem Verkehrsdruck gegenüber und muss sicherstellen, dass die Schulwege für die jungen Fußgänger nicht nur zugänglich, sondern auch sicher sind. Während des Projekts wurden zahlreiche weitere Verbesserungsmaßnahmen identifiziert, wie zusätzliche Sitzbänke, eine verbesserte Beleuchtung und neue Beschilderungen, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Schwerpunkt auf Sicherheit und Barrierefreiheit

Kernthemen des Projekts sind die Schulwegsicherheit, Barrierefreiheit sowie die Qualität der Gehwege und Aufenthaltsräume. Vorschläge zur Verkehrslenkung, Querungshilfen und Lichtsignalanlagen wurden diskutiert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Herausforderung, historisches Pflaster und alte Alleebäume mit den neuen Barrierefreiheitsanforderungen in Einklang zu bringen. Das Projekt in Zeuthen ist Teil eines größeren Trends, der auch in anderen Kommunen wie Frankfurt (Oder) und Finsterwalde zu beobachten ist, die ähnliche Herausforderungen in Bezug auf Gehwegqualität, Beleuchtung und Verkehrsarten-Trennung haben.

Im Februar 2025 hat das Bundesministerium für Verkehr (BMV) eine umfassende Fußverkehrsstrategie veröffentlicht, die als zentraler Baustein moderner, nachhaltiger und inklusiver Mobilität gilt. Ziel dieser Strategie ist es, das Zufußgehen als gleichberechtigte Mobilitätsform zu stärken und die Lebensqualität in Städten und Gemeinden erheblich zu steigern. Die Strategie unterstützt nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern fördert auch die lokale Wirtschaft und trägt zum Klima- und Umweltschutz bei. Dabei wird der Fußverkehr als ein wichtiges Element in der Verkehrsplanung betrachtet, das in die integrierte Stadtentwicklung gehört. Die geplanten gesetzlichen Anpassungen, wie die Novellierung der Straßenverkehrs-Ordnung, sollen zudem die Sicherheit und Infrastruktur für Fußgänger nachhaltig verbessern.

Einbindung der Bürgerschaft und Zukunftsperspektiven

Ein weiterer zentraler Aspekt der Strategie ist die Bürgerbeteiligung an den Planungsprozessen. Regelmäßige Verkehrssicherheitsaudits und die Einbindung der Bevölkerung sind entscheidend, um die Bedürfnisse der Fußgänger zu berücksichtigen. Auch das BMV fördert Maßnahmen zur Forschung und Bewusstseinsbildung, um das Verhalten der Bevölkerung hinsichtlich der Mobilität zu Fuß besser zu verstehen. Mit einem Budget von 2,5 Millionen Euro für die Fußverkehrsinfrastruktur im Jahr 2024 wird deutlich, dass der Fußverkehr in der kommunalen Planung eine zunehmend wichtige Rolle spielt.

Insgesamt zeigt das Pilotprojekt in Zeuthen, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse der Fußgänger in den Mittelpunkt der Verkehrsplanung zu stellen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Ministerien und der Bürgerschaft wird entscheidend sein, um die gesetzten Ziele zu erreichen und die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden nachhaltig zu verbessern. Die umfassende Fußverkehrsstrategie des BMV wird dabei als Leitfaden dienen, um sichere und barrierefreie Fußwege zu schaffen und einen Beitrag zur sozialen Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen zu leisten. Weitere Informationen zu diesen Entwicklungen finden Sie auf der Website des BMV unter www.bmv.de.

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