In den letzten Tagen haben uns die Minusgrade in der Nacht und der fast wolkenlose Himmel über Zeuthen die perfekte Kulisse für einige faszinierende Naturbeobachtungen geboten. Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis hatte Thomas Krüger, ein 47-jähriger IT-Systemadministrator, der seit über einem Jahrzehnt in Zeuthen lebt. Aus seinem Küchenfenster beobachtete er ein Eichhörnchen, das sich fröhlich im Pulverschnee herumtrieb. Zunächst dachte er an einen Vogel, doch dann erkannte er das flinke Tier, das mit seinem buschigen Schwanz und den ausdrucksvollen Augen ein beliebtes Fotomotiv darstellt.
In seinem ruhigen Garten, nahe Wald und Wasser, schoss Krüger mit seiner Canon EOS R6 Kamera ein bemerkenswertes Bild. Mit einem RF 100–500 mm Teleobjektiv und einer Brennweite von 400 mm, Blende f/5.6, ISO 400 und einer Belichtungszeit von 1/2000 Sekunde gelang es ihm, das Eichhörnchen beim Graben im Schnee festzuhalten. Dabei wirbelte das Tier den Schnee auf und schüttelte sich, während es nach seinen Vorräten suchte. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf und sind auch bei Minusgraden aktiv, was sie zu einem häufigen Anblick im Landkreis Dahme-Spreewald macht. Krüger erinnert uns daran, dass man nicht weit reisen muss, um solche Naturerlebnisse zu haben.
Die Kunst der Eichhörnchenfotografie
Um ein Eichhörnchen erfolgreich zu fotografieren, sind Geduld und das richtige Equipment unerlässlich. Die besten Zeiten für die Fotografie sind frühe Morgenstunden und späte Nachmittage, wenn die Tiere besonders aktiv sind. Geeignete Orte sind ruhige Parks, Gärten oder Waldränder, besonders in der Nähe von Nussbäumen wie Hasel, Eiche und Buche. Krüger lockt die Tiere in seinen Garten, indem er im Herbst Nüsse auslegt, was eine wunderbare Methode ist, um sie anzuziehen und die Chancen auf ein gelungenes Foto zu erhöhen.
Die empfohlenen Kameraeinstellungen für die Eichhörnchenfotografie umfassen ein Teleobjektiv mit mindestens 200 mm Brennweite, eine hohe Verschlusszeit von mindestens 1/1000 Sekunde, sowie den Serienbildmodus für scharfe Bilder und einen schnellen Autofokus mit Tiererkennung. Offene Blenden wie f/2.8 bis f/5.6 sorgen für ein schönes Bokeh, während natürliche Rahmen und ruhige Hintergründe die Bildwirkung verstärken. Fotografen sollten versuchen, auf Augenhöhe zu arbeiten, um weniger bedrohliche Bilder zu schaffen und authentischere Aufnahmen der Tiere zu erzielen.
Herausforderungen und Tipps
Die Eichhörnchenfotografie kann herausfordernd sein, erfordert jedoch eine gute Vorbereitung und Technik. Um die Tiere nicht zu verscheuchen, ist es wichtig, sich langsam und ruhig zu nähern und die Gewohnheiten der eichhörnchen zu beobachten. Ein weiterer hilfreicher Tipp ist es, flache Wasserschalen bereitzustellen, um die Tiere während trockener Perioden zu unterstützen. Fotografen können sich auch zurückziehen und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten, um spontane und authentische Momente festzuhalten.
Wenn das Eichhörnchen schließlich in den Sträuchern verschwindet und Spuren im Schnee hinterlässt, bleibt die Vorfreude auf die nächste Begegnung. Solche Momente zeigen uns, wie wichtig es ist, die Natur um uns herum zu schätzen und ihre Schönheit durch die Linse einer Kamera festzuhalten. Für weitere Tipps zur Eichhörnchenfotografie können Interessierte auf die Webseite von Fotomagazin oder Augenblende zurückgreifen.
Insgesamt zeigt Thomas Krügers Erfahrung, dass die Natur direkt vor unserer Haustür spannende Erlebnisse bereithält, die auf jeden Fall einen Blick wert sind.