Der Winter hat in Dahme-Spreewald Einzug gehalten und bringt nicht nur eine malerische Schneelandschaft, sondern auch Herausforderungen für die Müllabfuhr mit sich. Der Südbrandenburgische Abfallzweckverband (SBAZV) hat kürzlich über die aktuellen Ausfälle bei der Müllabfuhr informiert. Aufgrund der winterlichen Wetterlage können Entsorgungsfahrzeuge viele Straßen nicht befahren oder dürfen sie aus Sicherheitsgründen nicht anfahren. Dies führt zu Ausfällen ohne Nachholtermine, was die Bevölkerung vor besondere Herausforderungen stellt. Die winterlichen Bedingungen verlängern die Touren erheblich, und es stehen kaum freie Kapazitäten für zusätzliche Fahrten zur Verfügung. Der SBAZV empfiehlt, an Entleerungstagen die Abfallbehälter an der nächstgelegenen, für Müllsammelfahrzeuge erreichbaren Straße bereitzustellen.

Um die Situation zu verbessern, bittet der SBAZV die Bevölkerung, von telefonischen Rückfragen abzusehen, da die Abläufe bereits angepasst wurden. Ungeräumte Straßen und Schneeberge vor den Tonnen erschweren die Müllabfuhr und erhöhen das Unfallrisiko. Vor allem bei tiefem Schnee sind volle Tonnen schwer zu bewegen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, appelliert der SBAZV an die Solidarität der Bürger, die Müllabfuhr auch bei winterlichem Wetter zu unterstützen. Bei Ausfällen empfiehlt er die Nutzung von zugelassenen Abfallsäcken als Übergangslösung, die an verschiedenen Vertriebsstellen erhältlich sind.

Herausforderungen der Wintermonate

Der Winter bringt nicht nur Probleme bei der Müllabfuhr mit sich, sondern auch eine Vielzahl von Abfällen, die insbesondere in dieser Jahreszeit auftreten. Zu den Herausforderungen gehören zugefrorene Biotonnen, ausgediente Weihnachtsbäume und die eingeschränkte Müllabfuhr durch Schnee und Eis. In Deutschland fallen jährlich rund 10 Millionen Tonnen Bioabfälle aus Haushalten und öffentlichen Einrichtungen an. Besonders feuchte Küchenabfälle haben es bei Minusgraden nicht leicht, da sie in den Biotonnen anfrieren können. Um das Anfrieren zu vermeiden, wird empfohlen, die Biotonne mit Papier oder Karton auszulegen, feuchte Abfälle abtropfen zu lassen und den Deckel einen Spalt offen zu halten.

Die regulären Leerungsintervalle bleiben im Winter bestehen, können jedoch bei extremen Wetterlagen abweichen. Gehwege und Zufahrten sollten geräumt werden, um die Müllabfuhr zu erleichtern, besonders bei Mehrfamilienhäusern mit Großcontainern. Wenn Straßen unbefahrbar sind, können die Abfallbehälter an besser erreichbare Straßenabschnitte gebracht werden. Kommunen informieren über Änderungen im Abfallbetrieb über Abfallkalender, Internetseiten oder lokale Medien. Zudem werden jährlich in Deutschland schätzungsweise 25 bis 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, die ordnungsgemäß über kommunale Sammelstellen oder Wertstoffhöfe entsorgt werden müssen.

Ein Blick auf die Abfallbilanz

Die Herausforderungen bei der Abfallentsorgung im Winter sind Teil eines größeren Kontextes der Abfallwirtschaft in Deutschland. Die jährliche Abfallbilanz zeigt, dass Kunststoffabfall unter „gemischte Verpackungen / Wertstoffe“ erfasst wird. Daten zum Kunststoffaufkommen werden in der Fachserie 19, Reihe 1 „Abfallentsorgung“ veröffentlicht. Diese Statistiken sind wichtig, um das Bewusstsein für die Abfalltrennung und -vermeidung zu schärfen. Sie helfen auch, die Effizienz der Abfallwirtschaft zu verbessern und zeigen, wie wichtig eine gut funktionierende Entsorgung ist, insbesondere während der herausfordernden Wintermonate.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die winterlichen Bedingungen in Dahme-Spreewald nicht nur die Müllabfuhr erschweren, sondern auch die Zusammenarbeit und das Verständnis der Bürger erfordern. Die Unterstützung der Bevölkerung und die Einhaltung der Räum- und Streupflichten sind entscheidend, um die Abfallentsorgung auch in der kalten Jahreszeit zu gewährleisten. Weitere Informationen und aktuelle Updates zur Abfallentsorgung finden Sie auf den Internetseiten der zuständigen Kommunen sowie in den Abfallkalendern.