Ein weiteres Jahr ist vergangen und Brandenburg blickt auf die Silvesternacht 2023 zurück. Dieses Mal meldet die Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste eine insgesamt ruhigere Bilanz. Nach Angaben der Märkischen Allgemeinen hatte die Nacht keine tragischen Ausgänge – es gab keine Toten oder Schwerverletzten, was durchaus als positive Entwicklung gewertet werden kann. Über die gesamte Region verteilt kam es jedoch zu einigen Bränden und Verletzungen durch Feuerwerkskörper, darunter eine leicht verletzte Person.
In Potsdam-Mittelmark brannte ein Bungalow in Borkwalde, und 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz, jedoch glücklicherweise ohne Verletzte. Auch in Geltow wurde ein Feuer in einem Gartenhaus gemeldet, ohne dass es zu Verletzungen kam. Im Landkreis Dahme-Spreewald war das Brandglück weniger gnädig, hier brannte ein Carport in Wildau. In Ostprignitz-Ruppin mussten die Einsatzkräfte zu einem Balkonbrand in Kyritz ausrücken, bei dem zwei Personen leicht verletzt wurden und die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen hat.
Politische Reaktionen und Sicherheitslage
In Berlin hingegen verliefen die Silvesterfeierlichkeiten weniger friedlich. Hier wurden Dutzende Verletzte durch Feuerwerk so wie 420 vorläufige Festnahmen gemeldet. Die Polizei verzeichnete zwischen 18:00 und 06:00 Uhr insgesamt 2.340 Einsätze. Ein besonders beunruhigender Vorfall ereignete sich in Kreuzberg, wo gezielt mit Feuerwerkskörpern auf Fahrzeuge und Passanten geschossen wurde. Im Krankenhaus musste man 30 Patienten behandeln, darunter acht Kinder, wegen Verletzungen, die durch Feuerwerkskörper verursacht wurden, während die Charité in Berlin 41 Personen versorgte – fünf davon waren Kinder und Jugendliche. Die Innensenatorin Iris Spranger äußerte den Wunsch, dass beim nächsten Jahreswechsel niemand zu Schaden kommt und forderte stärkere Maßnahmen, um die Sicherheit zu erhöhen.
Die Meinungen zur Problematik des privaten Feuerwerks sind geteilt. Während die Gewerkschaft der Polizei und grüne Politiker vehement ein Verbot fordern, weist der Verband für Pyrotechnik die Vorwürfe zurück und macht vor allem den illegalen Handel für die Unfälle verantwortlich. Diese Diskussion wird durch die hohe Zahl an Verletzten und Schäden, die in der Silvesternacht gemeldet wurden, nur weiter angeheizt.
Ein Blick auf Schadensbilanz und Vorfälle in Brandenburg
Die Bilanz in Brandenburg zeigt eine Vielzahl von kleineren Vorfällen: In Neukölln brannten beispielsweise 200 Heuballen in der Prignitz, wobei Überreste einer Feuerwerksrakete gefunden wurden. Auch in Neustadt/Dosse kam es zu einer Explosion in einer Unterführung, aber ohne nähere Details zum Schadensausmaß. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gab es weitere Meldungen über brennende Mülltonnen, die insgesamt einen Schaden von rund 700 Euro verursacht haben.
Ein alkoholisierter Autofahrer mit 2,32 Promille wurde in Neuruppin angehalten, und ein Vorfall in Falkensee, bei dem eine Schreckschusspistole sichergestellt wurde, lässt auf weitere juristische Nachspiele hoffen. Die allgemeine Sicherheitslage in Brandenburg zeigt sich in diesem Jahr jedoch insgesamt als positiv, ein Umstand, der sowohl von den Behörden als auch von der Bevölkerung begrüßt wird. Die Präventionsmaßnahmen scheinen ihre Wirkung zu zeigen, was angesichts der Vorfälle in Berlin ein gutes Zeichen ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz einiger Zwischenfälle in Brandenburg die Silvesternacht 2023 vergleichsweise glimpflich verlief. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Lehren aus dieser Nacht dazu beitragen, die Sicherheitslage in der kommenden Nacht zum Jahreswechsel weiter zu verbessern und mögliche Risiken zu minimieren.
Für detailliertere Berichte können Sie die Artikel bei der Märkischen Allgemeinen über die Silvester-Bilanz sowie bei n-tv über die Verletzten und Festnahmen in Berlin nachlesen. Der Artikel auf der Tagesschau gibt zudem einen Überblick über die Entwicklungen im ganzen Land.