In Brandenburg tut sich etwas im Bildungsbereich: Der neue Studiengang „Mobilität und Verwaltung“ wird ins Leben gerufen. Dies ist eine spannende Initiative, die auf die Herausforderungen im Verkehrssektor reagiert, wie Minister Detlef Tabbert betont. Der Fachkräftemangel, die steigenden Planungsanforderungen und der Klimaschutz sind nur einige der Themen, die die Ausbildung von neuen Fachkräften erforderlich machen. Ziel des Studiengangs ist es, die Studierenden so auszubilden, dass sie sowohl Mobilität verstehen als auch Kenntnisse in der öffentlichen Verwaltung mitbringen. So wird die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung und Infrastruktur in Brandenburg gesichert. Weitere Informationen sind auf den Webseiten des MIL und der TH Wildau erhältlich.
Professor Ralf Kohlen beschreibt den neuen Studiengang als einen dualen Bachelor, der das wissenschaftliche Studium an der Technischen Hochschule Wildau mit praktischen Erfahrungen in der öffentlichen Verwaltung kombiniert. Die Studierenden werden auf die Planung, Umsetzung und Steuerung von Mobilitätsprojekten in Behörden vorbereitet. Dabei wird Mobilität als eine Querschnittsaufgabe betrachtet, die technische, planerische, rechtliche und administrative Aspekte miteinander verbindet. Minister Tabbert wünscht sich insbesondere begeisterungsfähige und pragmatisch denkende Studierende, die aktiv an der Gestaltung der Mobilität in Brandenburg mitwirken möchten.
Studieninhalte und Struktur
Der Studiengang hat eine Regelstudienzeit von 7 Semestern und ist praxisintegrierend angelegt. In den ersten vier Semestern liegt der Fokus auf einem fachwissenschaftlichen Grundlagenstudium. Im fünften Semester absolvieren die Studierenden zwei Praxisabschnitte, gefolgt von einem vertiefenden und wahlpflichtigen Fachstudium im sechsten Semester. Das siebte Semester besteht aus einem weiteren Praxisabschnitt, der Bachelorarbeit und einem Kolloquium. Absolventinnen sind bestens qualifiziert für Aufgaben an der Schnittstelle von Mobilität, Planung, Digitalisierung und Verwaltung. Sie können Verkehrs- und Infrastrukturprojekte begleiten und digitale Planungs- sowie Steuerungsprozesse mitentwickeln.
Berufliche Perspektiven
Die Einsatzfelder für die Absolventen sind vielfältig: Sie können im öffentlichen Dienst, beispielsweise im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, beim Landesbetrieb Straßenwesen oder im Landesamt für Bauen und Verkehr tätig werden. Auch kommunale Verwaltungen und Mobilitätsorganisationen bieten attraktive Berufsmöglichkeiten. Zu den möglichen Berufen zählen Referentinnen für Verkehrs- und Mobilitätsplanung, Projektmanager*innen für Infrastruktur- oder Digitalisierungsprojekte sowie Fachkräfte im Straßenwesen und angrenzenden Bereichen.
Bewerbung und Immatrikulation
Die Zugangsvoraussetzungen für den neuen Studiengang umfassen eine Zulassung durch die Einstellungsbehörde, das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Interessierte müssen sich online bewerben und die Ausschreibungsfristen beachten. Der Immatrikulationsprozess wird durch das Ministerium koordiniert und beinhaltet ein standardisiertes Auswahlverfahren sowie den Abschluss eines Studienvertrags. Nach der Zusage des Ministeriums erfolgt die Registrierung und Immatrikulation über das TH-Online-Portal.
Für Studierende, die sich für Mobilität und Verkehrssysteme interessieren, gibt es in Deutschland über 650 Hochschulstandorte und mehr als 20.000 Studienangebote, die auf studieren.de eingesehen werden können. Dort können Interessierte ihre Studienwahl organisieren und Favoriten sammeln, um den Überblick zu bewahren. So wird die Suche nach dem perfekten Studienplatz zum Kinderspiel.