Unbekannte Täter haben in den letzten Tagen in Dahme-Spreewald für Aufregung gesorgt. Kurz vor dem Start des Feuerwerksverkaufs brachen sie in mehrere Container ein und stahlen eine erhebliche Menge an Silvesterfeuerwerk. Laut einem Bericht von der Märkischen Allgemeinen Zeitung wurden in der Teupitzer Straße in Schwerin ein Überseecontainer aufgebrochen, der vollständig mit pyrotechnischen Artikeln beladen war. Der Schaden beläuft sich auf über 40.000 Euro. Auch in Wildau, wo ebenfalls ein Überseecontainer geknackt wurde, wird ein Gesamtschaden von mehr als 40.000 Euro vermutet.

Die Polizei war in der Nacht zu Montag im Einsatz, um die Spurensicherung durchzuführen und den Tatort zu untersuchen. Die Ermittler haben in der Region ein Auge auf mögliche Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Einbrüchen. Ebenso wurde in Mahlow, im Nachbarlandkreis Teltow-Fläming, Pyrotechnik im Wert von rund 20.000 Euro aus einem Überseecontainer entwendet. Angesichts dieser Vorfälle bittet die Polizei um Hinweise von Zeugen, um den Tätern auf die Spur zu kommen.

Feuerwerk sorgt für Unsicherheit

Es ist nicht nur das gestohlene Feuerwerk, das die Behörden beschäftigt. Auch die Gefahren, die von Feuerwerkskörpern ausgehen, sind in den letzten Tagen ein heißes Thema in Brandenburg. Bewertungen von n-tv zeigen, dass bereits vor dem Jahreswechsel Feuerwerkskörper Schäden verursacht haben. Eine Explosion am Bahnhof Doberlug-Kirchhain zerstörte einen Fahrstuhl und beschädigte einen Regionalzug, glücklicherweise blieb es jedoch bei Sachschäden ohne Verletzte.

Dabei wurde auch unerlaubte Pyrotechnik entdeckt. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin stieß die Polizei auf nicht zugelassene Feuerwerkskörper, die nur mit spezieller Erlaubnis verwendet werden dürfen. „Vor dem Jahreswechsel herrscht Hochbetrieb beim Verkauf von Pyrotechnik“, so ein Reporter. Kunden stehen teils Schlange vor den Geschäften, um sich ihre Portion des Silvester-Knallens zu sichern.

Verstärktes Interesse an Alternativen findet auch seinen Platz in den Medien. Brandenburgs Gesundheitsministerin warnt vor den Gefahren des Abbrennens von Feuerwerkskörpern, während der Landestierschutzverband alternative Methoden wie LED-Lichter und Laternen vorschlägt, da lautes Feuerwerk für viele Haustiere eine enorme Belastung darstellt.

Schäden durch illegales Zünden

Ein weiteres Problem betrifft das illegale Zünden von Feuerwerkskörpern, das nicht nur zu Sachschäden führt, sondern auch rechtliche Folgen haben kann. In Schönefeld wird aktuell untersucht, ob ein Wohnungsbrand durch Zündeln mit Feuerwerkskörpern verursacht wurde. Allerdings können Jugendliche nicht die Hände im Spiel gehabt haben, das Feuer entstand beispielsweise am Balkon, während die zwei 14 und 17 Jahre alten Jugendlichen angaben, mehrere Böller gehört zu haben. Die Kriminalpolizei bemüht sich, den Ursprung des Feuers zu klären und ermittelt bereits wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

Im Kontext all dieser Vorfälle stellt sich die Frage, wie Feuerwerkskörper nicht nur Freude bringen, sondern auch erhebliche Schäden anrichten können. Die Diskussion darüber, worüber wir uns an Silvester freuen können, gewinnt zunehmend an Bedeutung.