Heute ist der 26.03.2026 und wir blicken auf eine zunehmend kritische Wassersituation im Landkreis Dahme-Spreewald. Die Natur zeigt uns deutlich, dass Wasser eine Schlüsselressource ist. Dies unterstreichen die Aufrufe von NABU Brandenburg und dem Landesverband Brandenburg der Gartenfreunde, die an Politik und Gesellschaft appellieren, das Brandenburgische Wassergesetz zu novellieren. Diese Novellierung wird nicht nur als notwendig erachtet, sondern auch als historische Chance, um die Wasserzukunft nachhaltig zu sichern.
Die zentrale Problematik liegt in den sinkenden Grundwasserständen, die durch steigende Temperaturen und verstärkte Verdunstung verursacht werden. Rund 90 Prozent des Trinkwassers in Brandenburg stammen aus Grundwasser, dessen Abnahme erhebliche Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung und die Lebensqualität hat. Die Alarmzeichen sind unübersehbar: sinkende Pegel in Seen, Flüssen und im Grundwasser gefährden die Wasserverfügbarkeit und damit auch die Lebensstandards in der Region.
Forderungen für eine sichere Wasserzukunft
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben die Verbände vier zentrale Forderungen aufgestellt, die als Grundlage für eine sichere Wasserzukunft dienen sollen. Erstens wird ein faires Wassernutzungsentgelt gefordert, das eine stärkere Regulierung des Wasserverbrauchs beinhaltet. Privilegien für Großverbraucher, etwa aus dem Tagebau und der Landwirtschaft, sollen entfallen, während ein stabiles Entgelt für die Trinkwasserversorgung vorgeschlagen wird.
Zweitens gilt es, Regenwasser vor Ort zu halten. Dazu soll dezentraler Wasserrückhalt gefördert werden, wobei Kleingartenanlagen als „grüne Schwämme“ fungieren können. Drittens ist der Schutz der Gewässer von zentraler Bedeutung. Gewässerrandstreifen sollten ausgeweitet und ökologisch aufgewertet werden, um die Einträge von Schadstoffen zu reduzieren. Schließlich wird gefordert, eine bessere Datengrundlage zu schaffen. Die Nutzung von Gewässern über den Gemeingebrauch hinaus soll genehmigungspflichtig sein, um einen Überblick über die Wasserentnahmen zu erhalten.
Die Dringlichkeit der Situation
Björn Ellner vom NABU Brandenburg hat die Priorität der Trinkwasserversorgung und die Ernsthaftigkeit der Lage betont. Jens Knillmann, vom Landesverband der Gartenfreunde, hebt die Bedeutung naturnaher Flächen und Kleingärten für das Stadtklima und die Grundwasserneubildung hervor. Im Landkreis Dahme-Spreewald, wo die Siedlungsflächen wachsen und sensible Natur- sowie Gewässerräume unter Druck geraten, steigt die Wasser-Nachfrage kontinuierlich. Die geplante Gesetzesnovelle könnte entscheidende Weichen für den Schutz natürlicher Ressourcen und die Entwicklung der Kommunen stellen.
Der Austausch im Rahmen des Fachgesprächs geht über einen reinen Expertenaustausch hinaus und behandelt essentielle Themen wie Versorgungssicherheit, Naturschutz und Lebensqualität. Es wird eindringlich gewarnt vor langfristigen Engpässen, falls keine strukturellen Veränderungen im Umgang mit Wasser vorgenommen werden.
Weitere Informationen zur rechtlichen Grundlage der Wasserbewirtschaftung in Deutschland sind im Wasserhaushaltsgesetz zu finden. Dieses Gesetz regelt den Schutz der Gewässer und die nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen und ist somit ein zentraler Baustein in der Diskussion um die Novellierung des Brandenburgischen Wassergesetzes. Für mehr Details zu diesem Thema besuchen Sie bitte das Wasserhaushaltsgesetz.
Die aktuelle Situation in Dahme-Spreewald ist ein Spiegelbild globaler Herausforderungen im Umgang mit Wasserressourcen. Es ist an der Zeit, dass wir gemeinsam Lösungen finden, um die Wasserversorgung für zukünftige Generationen zu sichern. Der Schutz von Wasser als wertvolle Ressource erfordert nicht nur politische Maßnahmen, sondern auch das Engagement der gesamten Gesellschaft.

