In Königs Wusterhausen zeigt eine aktuelle Thermografie-Analyse, wie es um die Dämmung der Stadt steht. Bei minus fünf Grad Celsius wurden verschiedene Gebäude unter die Lupe genommen, und die Ergebnisse sind aufschlussreich. Die Feuerwehr hat festgestellt, dass insbesondere Garagentore Wärme verlieren, während am Bahnhof eine offene Tür eine Temperatur von 6,9 Grad aufwies, was im Vergleich zu den gut gedämmten Rathausfenstern von -1,4 Grad auffällt. Das Schloss, ein beliebtes Wahrzeichen, hat mit einer Holztür eine Temperatur von 7,8 Grad erreicht, leidet jedoch unter energetischen Problemen, da der Denkmalschutz eine Sanierung erschwert. Laut den Untersuchungen verbraucht das Schloss etwa 83 kWh/m²/Jahr und ist als „energetisch optimierungsfähig“ eingestuft. Diese Informationen stammen aus einem Artikel auf moz.de.

Die Thermografie ist eine berührungslose Methode zur Messung der Oberflächentemperatur von Gebäuden, die mit einer Infrarotkamera durchgeführt wird. Sie zeigt Schwachstellen wie Wärmebrücken und undichte Stellen farblich an. Laut Experten können bis zu 25 % der Heizenergie durch schlecht gedämmte Wände oder undichte Fenster verloren gehen. Das macht die Thermografie nicht nur zu einem wertvollen Werkzeug zur Steigerung der Energieeffizienz, sondern auch zu einer Grundlage für Sanierungsplanungen. Zudem können die Ergebnisse bei Anträgen bei BAFA und KfW genutzt werden, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Weitere Informationen zur Thermografie finden sich auf energiexpertise.de.

Dämmung und ihre Herausforderungen

Besonders auffällig ist, dass die Feuerwehr feststellt, dass dünne Garagentore am wenigsten gedämmt sind und ein unbeheizter Turm ebenfalls kühl bleibt. Am Bahnhof zeigt eine offene Tür zur beheizten Halle eine höhere Temperatur, was darauf hinweist, wie wichtig die richtige Dämmung ist. Das Rathaus, das 2014 fertiggestellt wurde, hat einen hohen energetischen Standard, wobei Fenster und Türen die wärmsten Flächen darstellen.

Die Thermografie kann zwar Schwachstellen lokalisieren, jedoch ist sie von weiteren Faktoren abhängig. Ein Energieberater warnt davor, aus den Bildern falsche Schlüsse zu ziehen. Eine Material- und Innenuntersuchung ist entscheidend, um die tatsächliche energetische Situation eines Gebäudes zu erfassen. Am 3. März 2026 wird das Beratungsmobil der Verbraucherzentrale in der Bahnhofstraße 8 von 10 bis 14 Uhr bereitstehen, um interessierten Bürgern zu helfen.

Innovative Dämmstoffe im Fokus

Die Energiewende erfordert zunehmend den Ausbau erneuerbarer Energien und die Reduktion des Energieverbrauchs. Hierbei spielt die effiziente Dämmung von Gebäuden eine zentrale Rolle. Innovative Dämmmaterialien gewinnen an Bedeutung, da sie nicht nur ökologische Vorteile bieten, sondern auch zur Ressourcenschonung beitragen. Im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms des BMWK wird die Mission Wärmewende verfolgt, die bis 2030 neuartige Dämmstoffe entwickeln möchte, die über ihren gesamten Lebenszyklus nur noch die Hälfte des Primärenergieeinsatzes benötigen im Vergleich zu herkömmlichen Materialien. Drei geförderte Forschungsprojekte, OrganoPor_Fassade, BioFassade und HydroPhiber, zeigen das Potenzial nachhaltiger Dämmmaterialien zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden und zur Unterstützung der Energiewende. Mehr Informationen dazu finden Sie auf energieforschung.de.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Thermografie in Königs Wusterhausen wertvolle Hinweise zur Verbesserung der Energieeffizienz liefert. Durch die Identifikation von Schwachstellen können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um Heizkosten langfristig zu senken und den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Die Kombination aus technologischen Innovationen und bewährten Methoden zur Dämmung wird entscheidend sein für die nachhaltige Entwicklung der Stadt.