In der Stadt Königs Wusterhausen tut sich einiges, besonders im Ortsteil Senzig. Hier plant die Stadtverwaltung den Bau einer neuen Grundschule, die dringend benötigt wird. Der aktuelle Zustand der alten Schule, die bereits 130 Jahre alt ist und über Außentoiletten verfügt, ist unhaltbar. Der Bedarf an modernen Schulplätzen wird in den kommenden Jahren durch die Entwicklung eines neuen Wohngebiets in Senzig weiter steigen.
Der neue Standort für die Grundschule soll an der Chausseestraße entstehen, unweit einer Deponie. Dies ist ein wichtiger Schritt, da frühere Planungen am Standort „Am Bullenberg“ aufgrund zahlreicher Schwierigkeiten nicht realisiert werden konnten. Der Stadtentwicklungsausschuss hat das Vorhaben bereits mit deutlicher Mehrheit empfohlen und nun liegt es an der Stadtverordnetenversammlung (SVV), die am 23. Februar über das Projekt entscheiden wird.
Herausforderungen beim Schulbau
Die geplante Grundschule wird zweizügig sein und neben einem Hort auch eine Zweifeld-Sporthalle sowie Außensportanlagen umfassen. Das Grundstück gehört bereits der Stadt, was in der aktuellen Haushaltslage als Vorteil angesehen wird. Dennoch gibt es auch am neuen Standort Herausforderungen zu bewältigen. Ein bewaldeter Streifen, der als „Klimawald“ eingestuft ist, könnte den Bau verzögern. Die Forstbehörde hat eine Rodung des Baumstreifens ausgeschlossen, was zu Unmut bei der Bürgermeisterin geführt hat.
Die Probleme am Standort Bullenberg waren vielfältig: Politische Kontroversen, Verzögerungen im Baudezernat und die Ablehnung durch das zuständige Ministerium aufgrund des Landschaftsschutzgebiets haben den Schulbau dort als kaum umsetzbar erscheinen lassen. Zudem erfüllt der Bullenberg nicht die Anforderungen für eine moderne Schule, da er auch als Rodelhang genutzt wird.
Bauleitplanung und grüne Infrastruktur
Die Stadtplanung ist ein entscheidender Prozess, der die räumliche Entwicklung einer Kommune steuert. Sie trägt nicht nur zur Sicherung, sondern auch zur Entwicklung der grünen Infrastruktur bei. Dies geschieht durch integrierte Stadtplanung, die sowohl Grün- als auch graue Flächen berücksichtigt und Umweltschutz sowie Landschaftspflege in den Fokus rückt. Die Bedeutung von Bauleitplänen zeigt sich auch in der aktuellen Situation in Senzig, wo ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll, um den neuen Schulstandort zu realisieren.
Die bereitgestellten Daten zu diesem Thema sind entgeltfrei und dienen ausschließlich der Information, jedoch ohne Rechtsverbindlichkeit. Die Stadt Königs Wusterhausen ist der Datenanbieter, der aktuell 11 Kartenebenen zur Verfügung stellt. Diese Informationen sind unerlässlich, um die Herausforderungen der Bauleitplanung zu meistern und die Bedürfnisse der Gemeinde zu berücksichtigen (Quelle).
Der Weg zur neuen Schule
Die Planungen für die neue Grundschule in Senzig werden sich voraussichtlich bis nach 2030 hinziehen. Für die Planung und den Bau sind mindestens fünf Jahre erforderlich. Die enge Verzahnung von Bauleitplanung und kommunaler Landschaftsplanung ist notwendig, um die Umweltziele zu erreichen. Themen wie Klimaschutz, biologische Vielfalt und Resilienz gegenüber Naturkatastrophen müssen in die Planung integriert werden (Quelle).
Insgesamt ist der Bau der neuen Grundschule in Senzig ein vielversprechendes Projekt, das jedoch von zahlreichen Herausforderungen begleitet wird. Die nächsten Schritte sind entscheidend für die Zukunft der Bildung in der Region. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob die Stadtverordnetenversammlung am 23. Februar dem Vorhaben zustimmen wird.