In Königs Wusterhausen gibt es einen Ort, an dem Liebe und Beziehungskunst gelehrt werden: die Praxis von Mareike Dittmer, einer erfahrenen Paar- und Sexualtherapeutin aus Zernsdorf. Sie widmet sich den Herausforderungen, mit denen Paare konfrontiert sind, die sich verloren oder auseinandergelebt fühlen. Die häufigsten Klagen, die Dittmer hört, sind mangelnde Wertschätzung und körperliche Nähe, die in vielen Beziehungen zu Spannungen führen können. Ihre Beobachtungen zeigen, dass Männer oft Sex-Apps nutzen, während Frauen emotionalen Austausch bei anderen suchen. Ein wirklich tiefes Verständnis für die Bedürfnisse beider Partner ist der Schlüssel zu einer harmonischen Beziehung.

Dittmer erklärt, dass es in Beziehungen „Energiegewinner“ und „Energiefresser“ gibt. Die ersten bleiben meist zusammen, während Letztere oft vor der Trennung stehen. Das sogenannte „verflixte siebte Jahr“ ist zwar statistisch relevant, doch es ist nicht zwingend für jede Beziehung von Bedeutung. Interessanterweise kann die Lebensphase nach dem Auszug der Kinder eine neue, spannende Phase der Partnerschaft einläuten. In dieser Zeit ist es wichtig, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Männern und Frauen zu verstehen: Nähe bedeutet für Frauen oft emotionalen Austausch, während Männer körperliche Verbundenheit suchen.

Offene Beziehungen und ihre Herausforderungen

Ein weiteres Thema, das Mareike Dittmer anspricht, ist die Polyamorie. Diese kann durchaus funktionieren, birgt jedoch auch Risiken wie Eifersucht und Vertrauensverlust. Offene Beziehungen, bei denen Paare neben ihrer Hauptbeziehung zusätzliche emotionale oder sexuelle Kontakte pflegen, erfordern ein hohes Maß an Vertrauen, Kommunikation und klare Absprachen. Diese Beziehungsform kann erfüllend sein, bringt jedoch spezifische Herausforderungen mit sich, darunter häufige Probleme wie Eifersucht und Unsicherheiten. Paartherapeut:innen bieten hier Unterstützung, um diese Dynamiken zu erkennen und produktiv zu bearbeiten. In einem sicheren Raum können Paare offen über ihre Gefühle, Wünsche und Grenzen sprechen, mit dem Ziel, Konflikte zu lösen und Harmonie in der Beziehung zu schaffen (Quelle).

Paartherapie als Lösungsansatz

Die Notwendigkeit einer Paartherapie kann sich aus verschiedenen Anzeichen ergeben. Dazu gehören ständige Streitigkeiten und Konflikte, die nicht lösbar scheinen, sowie mangelnde Kommunikation oder Vertrauensprobleme. In vielen Fällen sind unvereinbare Lebensziele oder Wertvorstellungen ebenfalls Gründe, warum Paare professionelle Unterstützung suchen. Die Paartherapie hat sich als effektives Mittel zur Bewältigung solcher Probleme erwiesen und hilft, die Dynamik zwischen Partnern zu verstehen und konstruktive Lösungsansätze zu finden.

Im Rahmen der Therapie werden regelmäßige Sitzungen durchgeführt, in denen Paare ihre Probleme offen besprechen können. Die Vorteile sind vielfältig: besseres Verständnis zwischen Partnern, individuelle und gemeinsame Gespräche, sowie Übungen zur Konfliktbewältigung. Der Therapeut fungiert dabei als neutraler Vermittler und Moderator, der einen sicheren Raum für offene Gespräche schafft und Kommunikationsstrategien vermittelt. In der Regel haben die positiven Veränderungen in der Kommunikationsfähigkeit und Beziehungsqualität auch langfristige Effekte, die bis zu zwei Jahre nach dem Therapieabschluss anhalten können (Quelle).

Zusammengefasst zeigt sich, dass Beziehungen vielen Herausforderungen gegenüberstehen, die das Bedürfnis nach professioneller Unterstützung hervorrufen können. Mareike Dittmer und ihre Kolleg:innen stehen den Paaren in Königs Wusterhausen zur Seite, um ihnen zu helfen, die Liebe zu finden und zu erhalten – auch in schwierigen Zeiten.