Die Gesundheitsbranche in Deutschland hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, und die jüngste Übernahme eines Berliner Start-ups sorgt für frischen Wind. Die IT-Gruppe FREY hat die insolvente doctorly GmbH übernommen, einen Anbieter für cloudbasierte Praxisverwaltungssysteme. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten von doctorly, die im März 2023 Insolvenz anmeldeten, sieht der FREY-Geschäftsführer Lars Wichmann eine „starke und sichere Zukunftsperspektive“ für das Unternehmen. Was macht doctorly so besonders? Mit ihrer Software können Arztpraxen angeblich 50 Prozent der Zeit, die sie üblicherweise für administrative Tätigkeiten aufwenden, einsparen – das macht den Arbeitsalltag nicht nur effizienter, sondern auch stressfreier.

Die Übernahme kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Markt für Gesundheitsdienstleistungen aufgrund einer hohen Zahl von Insolvenzen turbulent ist. Im Jahr 2023 beispielsweise gab es insgesamt 234 Fusionen und Übernahmen im Gesundheitsmarkt, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren, wie PwC berichtet. Insbesondere im ambulanten Sektor hat sich der Trend verstärkt.

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Doctorly und seine Herausforderungen

Gegründet im Jahr 2017 in Berlin, hatte doctorly mit seinem digitalen Ansatz vielversprechende Perspektiven. Die Software hat es Praxen ermöglicht, von überall aus zu arbeiten – über ein cloudbasiertes System, das ortsunabhängiges Arbeiten ermöglicht. Der Kaufpreis für die Übernahme durch FREY wurde bislang nicht bekannt gegeben, es ist jedoch klar, dass doctorly von der neuen strategischen Ausrichtung und den Ressourcen der FREY-Gruppe, die ein gutes Händchen für Digitalisierung und Optimierung hat, profitieren kann.

Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Insolvenz von doctorly hat Fragen zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit in der digitalen Gesundheitsbranche aufgeworfen. Eine vorläufige Verwaltung wurde bereits eingeleitet, um die geschäftlichen Angelegenheiten zu klären, was die Unsicherheit um die Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeiter erhöht hat, wie auch auf dem Verbraucherschutzforum detailliert beschrieben wird.

Ein Blick nach vorn

Mit der Übernahme durch die FREY-Gruppe hoffen die Verantwortlichen, dass doctorly die Stärken seines Produkts ausspielen kann und die angepeilte Effizienz in Arztpraxen auch tatsächlich erreicht wird. In einer Zeit, in der der digitale Wandel in der Gesundheitsversorgung unabdingbar ist, könnte dies der Anstoß sein, den die Branche benötigt, um weiter zu wachsen und sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Ein Blick auf die aktuellen Trends zeigt, dass der Gesundheitsmarkt im Wandel ist und dass Innovationskraft gefragt ist. Wie sich die Situation für doctorly und die gesamte Branche entwickeln wird, bleibt abzuwarten, doch der Optimismus durch den neuen Besitzer könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Während die Übernahme von doctorly im medialen Fokus steht, bleibt das Geschehen auf dem Gesundheitsmarkt spannend und wirksam, nicht zuletzt durch die steigende Anzahl an Fusionen und Übernahmen, die maßgeblich durch Insolvenzverfahren geprägt sind. Es bleibt abzuwarten, ob wir bald weitere Nachrichten über erfolgreiche Transformationen und wachsende digitale Angebote im Gesundheitswesen hören werden.