Heute ist der 25.03.2026 und die Gemeinde Wandlitz steht im Zeichen der erneuerbaren Energien. In einem angeregten Austausch wurden die Zukunft der Windkraft und der Photovoltaik im Rahmen einer Podiumsdiskussion erörtert. Besonders im Fokus stand dabei der Kreiswerke-Windpark in Ruhlsdorf. Teilnehmende Politiker und Experten, darunter Andreas Bergener (parteilos), Matthäus Mikolaszek (AfD), Eva-Maria Dombrowski (Verein „Wandlitz auf den Punkt gebracht“), Daniel Sauer (CDU) und Daniel Kurth (SPD), diskutierten unter der Moderation von Markus Pettelkau über die Möglichkeiten und Herausforderungen, die der Ausbau dieser Technologien mit sich bringt.
Diese Diskussion findet vor dem Hintergrund statt, dass Deutschland laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bis 2030 eine Stromerzeugung von 80% aus klimaneutralen Technologien anstrebt. Der Bedarf, an vielen Orten Strom zu erzeugen und sowohl Photovoltaik- als auch Windkraftanlagen zu bauen, ist also dringlich. Ein Beispiel für den kommunalen Ansatz ist die Gründung des „Energiewerk Landkreis Aschaffenburg gKU“ (ELA) am 13. Februar 2024, das die regionalen Energieerzeugung fördert und die Kommunen unterstützt, ihre „Energiesouveränität“ zu erreichen.
Die Rolle der Kommunen
Das ELA, ein Gemeinschaftsunternehmen von 31 Kommunen im Landkreis Aschaffenburg, hat die Aufgabe, Bürger und Kommunen in die Projekte zur erneuerbaren Energieerzeugung einzubeziehen. „Energie aus der Region – für die Region“ ist das Motto, das die lokale Identität stärken und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck minimieren soll. In den Gemeinden werden zahlreiche Projektideen diskutiert, die darauf abzielen, die regionale Energieversorgung zu sichern und zu diversifizieren.
Die Herausforderungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind jedoch vielfältig. Die Bundesregierung hat im EEG und im Windenergie-auf-See-Gesetz klare Ausbauziele formuliert, die bis 2030 die Windkraftleistung auf 145 Gigawatt mehr als verdoppeln sollen. Allerdings wurde in der Vergangenheit oft nicht das erforderliche Tempo erreicht; 2025 blieb die Windkraftleistung um 8,9 Gigawatt unter dem Ziel. Im Gegensatz dazu übertraf die Solarenergie die Jahresziele 2025 um 11,7 Gigawatt, was zeigt, dass es auch positive Entwicklungen gibt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Notwendigkeit, die Speicherkapazitäten auszubauen, ist ebenfalls von zentraler Bedeutung, um die wetterabhängige Energie effizient nutzen zu können. Bis 2030 wird ein Bedarf von 104 Gigawattstunden geschätzt, während zum Ende 2025 nur etwa 25 Gigawattstunden zur Verfügung standen. Das zeigt, dass die deutsche Energiewende vor großen Herausforderungen steht, die es zu bewältigen gilt.
Insgesamt ist der heutige Dialog in Wandlitz ein wichtiger Schritt, um die Bürger in die Diskussion um die Zukunft der Energieversorgung einzubeziehen. Es wird deutlich, dass der Weg zu einer klimaneutralen Energiezukunft sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Ein gemeinsames Engagement in den Kommunen, wie es das ELA vorlebt, könnte eine Schlüsselrolle spielen, um die ambitionierten Ziele des EEG zu erreichen. Um mehr über die laufenden Diskussionen und Projekte zu erfahren, können Interessierte die vollständigen Informationen unter diesem Link nachlesen.
Weitere Informationen über die Ziele des ELA und die Bedeutung der regionalen Energieerzeugung finden Sie hier. Und um die Herausforderungen und den Fortschritt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland zu verstehen, bietet diese Quelle interessante Einblicke.


