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Am 3. Dezember 2025 ist der Spielfilm „Vorwärts immer!“ von Regisseurin Franziska Meletzky ein Topic, das nicht nur die heimischen Kinos spiegelt, sondern auch ein Stück deutsche Geschichte erzählt. Die Tragikomödie, die im Oktober 1989 spielt, just in der kritischen Phase der DDR, erzählt von einem Berliner Theater-Ensemble, das ein politisch brisantes Stück probt. Im Zentrum steht der Hauptdarsteller Otto Wolf, brilliant verkörpert von Jörg Schüttauf, der die Herausforderung hat, Erich Honecker zu spielen.

Doch die Proben gestalten sich alles andere als einfach. Otto fühlt sich mit dem Text nicht wohl und hat Angst vor den Konsequenzen, insbesondere weil seine Tochter Anne, gespielt von Josefine Preuß, heimlich plant, nach West-Berlin zu fliehen. Während sich im Hintergrund die Stasi-Mitarbeiter um Otto scharen, gerät das Geschehen zunehmend out of control: Ein Schießbefehl gegen die protestierenden Massen wird erlassen, und Otto entwickelt den Plan, sich ins Zentralkomitee einzuschleichen, um diesen zu widerrufen. Hierbei entfaltet sich ein „Heist-Movie“-ähnliches Szenario in der Machthochburg der DDR.

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Ein Blick auf „Vorwärts immer!“

Der Film, der 2017 in die Kinos kam, hat sich schnell einen Platz im Herzen der Zuschauer erobert. Mit seinem charmanten und temporeichen Stil bringt er den Humor der Wendezeit auf die Leinwand. Dabei wird die Führungsriege der DDR als eine „Rentner-Gang“ dargestellt, was den ernsten Hintergrund der Geschehnisse in ein amüsantes Licht rückt. Schüttaufs Doppelrolle als Otto und Honecker sorgt für besondere Lacher und verdeutlicht die Absurdität in dieser geschichtsträchtigen Zeit.

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Die positive Resonanz auf den Film spiegelt sich nicht nur in den Kritiken wider, sondern auch in den Quoten: Bei der Fernseherstausstrahlung schalteten 2,81 Millionen Zuschauer ein. Das beweist, dass die Kombination aus Komödie und politischem Hintergrund vielen gefällt. Es ist nicht verwunderlich, dass „Vorwärts immer!“ oft mit anderen DDR-Komödien wie „Good Bye Lenin!“ verglichen wird.

Geschichtlicher Kontext

Die Ereignisse des Films spielen vor dem Hintergrund der friedlichen Revolution in der DDR. Historiker beobachten, dass der Oktober 1989 eine Zeit war, in der sich die Bürger zunehmend gegen das Regime auflehnten. Laut dem Archivbeitrag auf archive.org lässt sich die Verunsicherung der Machthaber, aber auch der Mut der Bürger gut für die Zeit beschreiben. Diese Dynamik haucht dem Film zusätzlichen Realismus ein.

Insgesamt zeigt „Vorwärts immer!“ nicht nur die menschlichen Schicksale in einer gebrochenen Gesellschaft, sondern entblößt auch die Absurditäten der Herrschaft und den Widerstand der Individuen. Es leitet einen Diskurs über die eigene Geschichte und die Mitschuld der Kunst in der Gesellschaft ein, und das ist auch der Grund, warum die Zuschauer noch immer so fasziniert davon sind.

Der Film erinnert uns daran, dass selbst in dunklen Zeiten Humor und Menschlichkeit wichtige Begleiter sind. So zeigt sich, dass „Vorwärts immer!“ mehr ist als nur ein Film; es ist eine gelungene Mischung aus Geschichte und Satire, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig die Lachmuskeln strapaziert.